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Zwischen Studium & Beruf (Orientieren)

Das Knie als Karrierebremse

Ich hatte tatsächlich eine Zusage für das „Teach First Programm“ in England erhalten. Innerhalb von zwei Jahren könnte ich mich damit zum Lehrer ausbilden lassen inklusive Vergütung. Das Wochenende wollte ich mir noch zum Nachdenken gönnen und freute mich darauf, klettern zu gehen und einen klaren Kopf zu bekommen. Ich hatte circa drei Viertel der Strecke geschafft, als es passierte: Ich war tief in die Hocke gegangen, hatte mein rechtes Bein etwas schief angewinkelt und überlegte mir meine nächste Bewegung. Ich musste mich schließlich richtig abdrücken, um mit meiner Hand den nächsten Griff zu erreichen. Als ich mein Bein durchstreckte, vernahm ich ein seltsames Geräusch im Kniegelenk. Der Griff war erreicht, aber es kam mir so vor, als hätte ich keine Kraft mehr im Bein. Trotzdem kletterte ich bis zu meinem Ziel und dachte, dass ich auch fit genug sei, um zu Fuß zur Bushaltestelle zu gehen.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, konnte ich weder mein Bein ausstrecken noch richtig auftreten. Mir war klar, da muss ein Arzt ran. Drei Arzttermine und ein MRT später stehe ich jetzt auf der OP-Liste, um meinen Meniskus wieder zusammennähen zu lassen. Eine bevorstehende Operation und anschließende Reha-Maßnahmen vertragen sich natürlich nicht so gut mit meinen Plänen als Geographielehrer in einem anderen Land zu arbeiten. Mit gemischten Gefühlen entschied ich mich in letzter Minute gegen das „Teach First Programm“. Ich muss mich jetzt erst mal auf meine Gesundheit konzentrieren und kann dann wieder meine Zukunft planen.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 31, 2016
Autor: Manuel
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Mar 31, 2016

Zwischen Studium & Beruf

Die Rückeroberung der Freizeit

Meine Weiterbildung hat sich zum Freizeit-Killer entwickelt. Neben der Präsenzzeit, die zwischen sieben und acht Stunden liegt, muss ich eine umfangreiche Projektarbeit vom Volumen einer Masterarbeit schreiben. Hinzu kommt noch, dass ich mich bewerben muss. Als ich diese Woche aus meinem vierten Vorstellungsgespräch kam, fühlte ich mich nur noch leer und ausgelaugt. Ich brauche definitiv wieder mehr schöne Freizeit!

Also entschloss ich mich, den sogenannten „Kultursonntag“ einzuführen. Sonntags ist der ideale Tag, um sich von den Alltagssorgen zurückzuziehen und Energie zu tanken. Mit dem „berlinpass“ habe ich zudem unschätzbare Privilegien, die es zu nutzen gilt. Den Pass kann man beispielsweise beantragen, wenn man Hartz IV bezieht. Mit diesem habe ich freien Eintritt in alle staatlichen Museen und auch sonst oft vergünstigten Zutritt. Es ist also gerade ein absolut passender Moment, um sich alle Museen anzusehen und das kulturelle Leben der Stadt voll auszuschöpfen – zumal ich noch nicht weiß, wohin die (Job-)Reise letztlich gehen wird.

Meine erste Station war der Hamburger Bahnhof, Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst in Berlin. Es gibt dort eine tolle Dauerausstellung von Joseph Beuys. Berge von Fettmasse türmen sich im Inneren, die fast schon eher aus physikalischer als aus künstlerischer Sicht interessant sind. Vor einem Besuch sollte man unbedingt mal versuchen zu schätzen, wie lange zwanzig Tonnen Fett wohl zum Auskühlen brauchen.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 29, 2016
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
Mar 29, 2016

Zwischen Studium & Beruf

Last Minute - Vorstellungsgespräch

Bewerbungsgespräche sind für mich jedes Mal ein kleines Abenteuer. Dieses Mal stellte ich mich für eine Stelle als Flüchtlingskoordinatorin in Brandenburg vor. Da ich rund zwei Wochen vor dem Termin schon die Einladung erhielt, nutzte ich die Zeit und informierte mich über die Stelle, die Stadt, die Asyl-Infrastruktur und die legislativen Rahmenbedingungen.

Für die Anreise plante ich glücklicherweise einen großzügigen Zeitpuffer ein, den ich dann leider auch brauchte. Zuerst tauchten ganz unerwartet meine Mitbewohner mit Gästen auf und verursachten einen Badstau, dann hatte die Bahn Verspätung und zuletzt leitete mich Google Maps zu einem leer stehenden Gebäude. Ich fragte ein paar Passanten nach dem Weg, doch sie bestätigten, dass ich in der richtigen Straße bin. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich noch 20 Minuten bis zu meinem Termin hatte. Ich begann, Kreise rund um das Haus zu ziehen und versuchte, nicht durchzudrehen. Schließlich konnte mir ein Passant doch noch den entscheidenden Tipp geben. Der Straßenname bezieht sich nur auf einen Teil der Hauptstraße, biegt dann aber in eine Nebenstraße ab. Mit klopfendem Herzen erreichte ich mit knapp drei Minuten Verspätung schließlich doch noch das Ziel.

Trotz dieses aufregenden Starts schaffte ich es, mich wieder zu beruhigen. Nur meinen Schreibblock vergaß ich in der Tasche, was mich ziemlich ärgerte, denn auf dem Block hatte ich einige Punkte notiert, die ich unbedingt erwähnen wollte. Alles in allem verließ ich das Gespräch trotzdem mit einem recht guten Gefühl.

Leider bekam ich den Job dann nicht, aber ich habe es immerhin geschafft, einige sehr gute Antworten zu liefern – und sehe es als Übung.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 21, 2016
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
Mar 21, 2016