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Zwischen Studium & Beruf

An die Couch gefesselt

Durch meine Knieverletzung wurde meiner Hyperaktivität und meinem Tatendrang ein ordentlicher Strich durch die Rechnung gemacht. Fast einen Monat nach der Operation kann ich aber in gewisser Weise auch eine positive Bilanz daraus ziehen.

Da ich vor meiner Verletzung im Begriff war, eine Karriere im Ausland zu starten, hätte ich mir wohl nie etwas Zeit für mich genommen. Doch nun blieb mir gar nichts anderes übrig, als mich zu entspannen, da ich für die nächsten sechs Wochen quasi an die Couch gefesselt war. Ich wollte meine Zukunfts- oder Karriereplanung so lange aussetzen, bis genau feststeht, wie die weitere Genesung und Physiotherapie verlaufen wird.

Das Gute daran war, dass ich endlich etwas Zeit hatte, in unserer Gemeinde Deutschunterricht für Asylbewerber zu geben und mich ein bisschen mit meinen digitalen Projekten zu beschäftigen.

Das soll natürlich nicht heißen, dass ich mich nicht freue, wieder fit zu sein oder, dass ich jemandem, der arg gestresst ist, so eine Verletzung wünsche. Aber man lernt dadurch, dankbar zu sein und Hilfe anzunehmen. Außerdem lernt man, sich seine Schwächen einzugestehen, sich besser zu organisieren und, in meinem Fall, sich mit Papierkram, der Suche nach Ärzten und Behördengängen zu arrangieren.

Autor: Manuel  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 29, 2016
Autor: Manuel
Rubrik: orientieren
Apr 29, 2016

Zwischen Studium & Beruf

Messe Karriere International

Vor einiger Zeit hat mich eine Bekannte, die auch Friedens- und Konfliktforscherin ist, auf eine Messe in unserem Fachbereich aufmerksam gemacht: die Karrieremesse „Berufstätigkeit in internationalen Organisationen und europäischen Institutionen“ im Auswärtigen Amt in Berlin. Um meine Chancen für eine Arbeit bei einem international agierenden Arbeitgeber zu verbessern, suchte ich vorab den Rat einer Personalerin, die für große Unternehmen auf Karrieremessen geht. Sie gab mir einige Tipps, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Nummer 1 – der optimale Zeitpunkt: Ist es empfehlenswert, sich direkt morgens in der Messe einzufinden? Laut der Personalerin nicht! Ihrer Meinung nach laufen zu diesem Zeitpunkt die „Schnäppchenjäger“ durch die Hallen und lassen sich mit kostenlosem Material versorgen. Ihre Empfehlung war, ein Gespräch erst um 10 oder 14 Uhr zu suchen. Ich musste jedoch feststellen, dass die Messe zu diesen Zeiten gnadenlos überlaufen war und sich unzählige Kandidaten um den Großteil der Aussteller bemühten.

Nummer 2 – Kleidung: Laut Personalerin sollte die Kleidung eher der eines Bewerbungsgespräches entsprechen als dem gemütlichen Freizeitlook. Trotzdem sei es wichtig, dass sie natürlich wirkt. Die Personalerin offenbarte an dieser Stelle, dass sie bei solchen Veranstaltungen gerne die zahlreichen Frauen beobachtet, die der Höhe ihrer Absätze nicht gewachsen sind.

Nummer 3 – Initiativbewerbungen: Soll man seine Bewerbungsunterlagen direkt zur Messe mitbringen? Laut Personalerin ist es durchaus ratsam, die Bewerbungsmappe dezent in seiner Tasche mitzuführen. Wichtig ist, dass man sich bereits vorher überlegt, wer die Wunscharbeitgeber sind. Die Personalerin riet dazu, maximal drei Bewerbungen einzureichen, da sich die Standbetreuer untereinander austauschen und Bewerber, die ihre Mappe flächendeckend abliefern, an Glaubhaftigkeit verlieren.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 27, 2016
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
Apr 27, 2016

Zwischen Studium & Beruf

Zeit für eine neue Sprache

Die Suche nach dem ersten Job gestaltet sich wie erwartet nicht ganz einfach. Es gibt einfach zu viele Bewerber, die um Stellen im humanwissenschaftlichen Bereich ringen. Um nicht vollkommen frustriert und depressiv zu enden, habe ich mir schon im Vorfeld überlegt, wie ich diese Überbrückungszeit gestalten kann.

Zu meinen drei Ideen gehörte zum einen, eine Fortbildung zu machen. Dieses Ziel habe ich mit der Zertifizierung zur Projektmanagement-Fachfrau schon erreicht. Der zweite Plan ist es, die Stadt Berlin umfangreich zu erkunden. Ich versuche, einmal pro Woche einen neuen Ort zu entdecken und nehme mir für jedes Wochenende eine andere Tour vor. Es bräuchte aber noch viele Sonntage, bis ich das Gefühl hätte, mich wirklich gut auszukennen. Der dritte Plan bezieht sich auf etwas, was ich schon lange in Angriff nehmen wollte und wozu ich während des Studiums nie so richtig die Zeit gefunden hatte: Ich möchte fließend Französisch sprechen.

Eine Sprache zu erlernen ist zwar ein recht langfristiges Projekt, doch im Moment habe ich viel Zeit, um mich damit zu beschäftigen. Derzeit besuche ich einen Französischkurs an der Volkshochschule. Dieser findet zweimal in der Woche statt und ist wirklich günstig. Der Unterricht ist unterhaltsam und ich mache langsam Fortschritte. In spätestens zwei Monaten sollte ich den Kurs A1 abgeschlossen haben. Ich überlege aber bereits jetzt, ob ich den Fortsetzungskurs absolvieren sollte, um auf Level 2 zu kommen. Dafür könnte ich mir zum Beispiel einen Tandempartner suchen oder das Angebot des Jobcenters zum Online-Spracherwerb nutzen.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 21, 2016
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
Apr 21, 2016