interaktiv

Zwischen Studium & Beruf

An die Couch gefesselt

Autor:
Manuel

Rubrik:
orientieren

29.04.2016

Durch meine Knieverletzung wurde meiner Hyperaktivität und meinem Tatendrang ein ordentlicher Strich durch die Rechnung gemacht. Fast einen Monat nach der Operation kann ich aber in gewisser Weise auch eine positive Bilanz daraus ziehen.

Da ich vor meiner Verletzung im Begriff war, eine Karriere im Ausland zu starten, hätte ich mir wohl nie etwas Zeit für mich genommen. Doch nun blieb mir gar nichts anderes übrig, als mich zu entspannen, da ich für die nächsten sechs Wochen quasi an die Couch gefesselt war. Ich wollte meine Zukunfts- oder Karriereplanung so lange aussetzen, bis genau feststeht, wie die weitere Genesung und Physiotherapie verlaufen wird.

Das Gute daran war, dass ich endlich etwas Zeit hatte, in unserer Gemeinde Deutschunterricht für Asylbewerber zu geben und mich ein bisschen mit meinen digitalen Projekten zu beschäftigen.

Das soll natürlich nicht heißen, dass ich mich nicht freue, wieder fit zu sein oder, dass ich jemandem, der arg gestresst ist, so eine Verletzung wünsche. Aber man lernt dadurch, dankbar zu sein und Hilfe anzunehmen. Außerdem lernt man, sich seine Schwächen einzugestehen, sich besser zu organisieren und, in meinem Fall, sich mit Papierkram, der Suche nach Ärzten und Behördengängen zu arrangieren.

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