interaktiv

Zwischen Studium & Beruf

Ein richtiger Job

Autor:
Manuel

Rubrik:
orientieren

22.06.2016

Nachdem ich fast zwanzig Stunden mit Bus und Bahn unterwegs war, erreichte ich endlich Edinburgh. Die ersten Tests für das Lehrerprogramm in England, für das ich mich beworben hatte, sind bestanden. Jetzt bleibt nur noch eine Lehrplanprüfung und ein Kurzpraktikum, um für das Programm 2017 zugelassen zu werden.
Die Frage, was ich bis dahin unternehmen soll, ist jedoch noch nicht geklärt. Deswegen gestaltete ich erst einmal zwei Workshops für Studierende mit: einen über Wirtschaftskreisläufe und Software mit öffentlichem Quelltext, den ich mit einer Designerin aus Edinburgh abhielt. Der zweite beschäftigte sich mit Selbstfindung und Entfaltung des persönlichen Potenzials mit Studentenkooperativen. Letztendlich war ich von beiden ziemlich enttäuscht.
Anstatt über Materialkreisläufe und neue Geschäftsmodelle kreativ nachzudenken, entbrannte im ersten Workshop eine Diskussion über Demokratie und Rechtsprechung in Schottland. Und beim zweiten Workshop fehlte irgendwie der Enthusiasmus. Nach diesen beiden Erfahrungen sehne ich mich danach, einen Job zu haben, anstatt mich mit der Frage beschäftigen zu müssen, wie es weitergehen soll.
Ein richtiger Job bedeutet für mich eine feste Arbeitsstelle, ein sicheres Einkommen, Weiterbildung, persönliche Entwicklung und einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Aber jetzt bin ich erst einmal gespannt auf meine Ergebnisse aus der Lehrerprüfung.

 

Diesen Artikel teilen