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Zwischen Studium & Beruf

"Warum sind Sie die Richtige für uns?"

Bisher habe ich zwölf Bewerbungen für Volontariate und Traineeships geschrieben und vier Vorstellungsgespräche geführt. Zwar ist jedes Gespräch anders, doch gibt es Fragen, die einem immer gestellt werden. Am Anfang soll man meist von seinem Werdegang berichten und dann, wie einen dieser Werdegang für genau diesen Arbeitsplatz qualifiziert und warum man sich für diese Stelle beworben hat. Hierfür ist es immer gut, sich vorher ausführlich mit der Website und den anderen Kanälen des Unternehmens beschäftigt zu haben. So kann man sich bereits im Vorfeld überlegen, welche persönlichen Qualifikationen einem bei welcher Aufgabe besonders nutzen würden. Außerdem wird manchmal getestet, wie gut man sich vorbereitet hat, zum Beispiel mit der Frage „Was könnten wir an unserem Facebook-Auftritt besser machen?“
Bei manchen Gesprächen wird man sofort mit Fragen durchlöchert, bei anderen trinkt man erst mal nett einen Kaffee zusammen und lernt sich kennen. Die Stimmung bei Letzteren ist mir viel lieber, schließlich will ich auch menschlich gut in mein künftiges Team passen und das lässt sich in so einer Atmosphäre viel besser feststellen.
Des Weiteren wurde ich gefragt, warum genau ich die Richtige bin, wie gut ich mit Stress umgehen kann, ob ich zu Überstunden bereit bin, was ich mir von dem Volontariat erhoffe, ob ich mich durchsetzen kann, ob ich ein Teamplayer bin und ob ich mich auch privat für die Themen des Unternehmens interessiere. Außerdem wurde abgefragt, welche Computer-Programme ich beherrsche und inwieweit ich bereit wäre, mich in meiner Freizeit oder in der Arbeitszeit weiter einzuarbeiten. Grundsätzlich gilt, dass man sich motiviert zeigen sollte, aber nicht alles mit sich machen lassen muss, Stichwort Überstunden und Bezahlung.
Wichtig für euch zu wissen ist, wie das Volontariat (oder der Job) vergütet wird. Ich habe herausgefunden, dass für ein Volontariat 1.000 bis 2.000 Euro brutto im Monat üblich sind, 2.000 Euro werden selten gezahlt, meistens 1.500 oder 1.700 Euro. Ich habe beschlossen, dass ich kein Volontariat annehmen werde, für das nur 1.000 Euro gezahlt werden, da ich davon in München nicht leben geschweige denn mich damit nach fünf Jahren Studium motivieren kann. Weiter ist es wichtig zu klären, wann ihr anfangen sollt, wie der Dresscode ist, was eure Aufgaben sein werden und ob es die Aussicht auf Übernahme nach dem Volontariat gibt. Bei aller Vorbereitung gilt aber auch: Es läuft nie alles perfekt, das macht aber nichts und ist menschlich.

Autor: Miriam  |  Rubrik: beruf & karriere  |  Feb 28, 2017
Autor: Miriam
Rubrik: beruf & karriere
Feb 28, 2017

Zwischen Studium & Beruf

Was genau will ich werden?

Spätestens mit Ende des Studiums stellt sich die Frage: Was genau will ich werden? Ich habe drei Jahre Kulturwissenschaft und zwei Jahre Medienwissenschaft studiert – nicht gerade Studienfächer, die in einen bestimmten Beruf führen. Gegen Ende meines Bachelorstudiums kam ich zu dem Schluss, dass ich in der Unternehmenskommunikation oder in der Öffentlichkeitsarbeit arbeiten möchte.
Doch auch hier gibt es Differenzierungen: Will ich in einem Unternehmen arbeiten, also nur die Kommunikation für dieses eine Unternehmen übernehmen, oder will ich in eine Agentur, die die PR für viele Auftraggeber leistet? Will ich ein konstantes, aber manchmal langweiliges Arbeitsumfeld, was vermutlich eher im Unternehmen der Fall wäre, oder will ich Spannung und Herausforderung, aber auch häufiger Überforderung, was in der Agentur passieren könnte?
Und in welcher Branche will ich Öffentlichkeitsarbeit betreiben? Die Frage will wohl durchdacht werden, denn mit der Entscheidung für eine Branche stellt man die Weichen für den weiteren beruflichen Werdegang. Zwar werde ich auch ganz grundsätzlich lernen, was es bedeutet, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Dies hängt letztendlich aber immer auch von der Branche ab und spätere Arbeitgeber werden immer den Bewerber bevorzugen, der bereits Erfahrung mit den Eigenheiten ihrer Branche hat.
Auch die Position, die man zum Einstieg anstrebt, wirkt sich auf das weitere Berufsleben aus. Ich habe mich dafür entschieden, erst ein Volontariat oder Traineeship zu machen, bevor ich mich auf eine richtige Stelle bewerbe. Sowohl meine frühere Chefin als auch andere Volontäre bestätigten mir, dass es üblich sei, zuerst ein Volontariat zu machen, da dies oft für eine Tätigkeit in einer Kommunikationsabteilung Voraussetzung sei. Im Volontariat soll das Wissen aus dem Studium kanalisiert und direkt auf den angestrebten Beruf angewendet werden, es ist meist eine Mischung aus „training on the job“ und theoretischen Workshops – allerdings für geringe Bezahlung. Das frustriert nach fünf Jahren Studium. Es ist aber üblich und sollte einem bewusst sein, wenn man sich für einen geisteswissenschaftlichen Studiengang entscheidet.

Autor: Miriam  |  Rubrik: beruf & karriere  |  Feb 21, 2017
Autor: Miriam
Rubrik: beruf & karriere
Feb 21, 2017

Zwischen Studium & Beruf

Fertiges Studium - was nun?

Nach fünf Jahren habe ich nun (endlich) mein Studium erfolgreich abgeschlossen. Ich habe mich bereits recht früh mit meinem Berufseinstieg beschäftigt: Ich möchte ein PR-Volontariat in München absolvieren.
Für die Suche nutzte ich verschiedene Jobsuche-Portale wie Stepstone, Monster, Kimeta und Indeed sowie Newsletter, etwa der von Publishingmarkt, Linkedin und Xing. Bei den beiden Letzteren handelt es sich um Plattformen, die dazu dienen, sich beruflich zu vernetzen – also Facebook für den Arbeitsmarkt. Auf Xing und Linkedin habe ich persönliche Profile angelegt, damit potenzielle Arbeitgeber mich online finden und mir einen Job anbieten können. Einmal ist dieser Fall bisher eingetreten, aber die Stelle hat mir leider nicht zugesagt. Durch die Jobagenten und die dort hinterlegten Sucheinstellungen bekomme ich täglich Jobvorschläge zugeschickt. Die Agenten funktionieren unterschiedlich, aber meist gibt man so etwas wie Position, Ausbildung, Stelle, Branche, Stadt, Bundesland und mehr an. Ich habe zum Beispiel die Begriffe „Volontariat“, „Trainee“, „PR“, „Öffentlichkeitsarbeit“, „Unternehmenskommunikation“ und „München“ unterschiedlich miteinander kombiniert. An manchen Tagen ist viel Spannendes dabei, manchmal tagelang nichts.
Für mich habe ich festgestellt, dass es mir sehr schwer fiel, während des Lernens aktiv nach Jobs zu suchen. Deshalb habe ich in dieser Zeit nur zwei Bewerbungen geschrieben und zwei Bewerbungsgespräche geführt. Beides wurde nichts, ich habe dabei aber gelernt, dass die Jobsuche schwerfällig sein kann. Denn bei der ersten Bewerbung hatte ich das Volontariat schon so gut wie sicher, bekam dann aber aufgrund von internen Umstrukturierungen eine Absage. Bei der zweiten hieß es erst, man habe großes Interesse, was sich dann aber offenbar doch geändert hat: Ich weiß bis heute nicht, warum sie mir absagten, obwohl ich nachgefragt habe und man mir versicherte, es mir noch zu sagen. Da heißt es, sich nicht entmutigen zu lassen und weiterzumachen. Denn wer direkt einen Job findet, der hat großes Glück.
Eine der Bewerbungen war übrigens eine Initiativ-Bewerbung, ich habe mich also beworben, obwohl keine Stelle ausgeschrieben war. Das Ergebnis: Ich wurde trotzdem eingeladen mit der Aussage, man könnte eventuell eine Stelle schaffen. Bis ich eingeladen wurde, hatte ich mich dort übrigens zweimal im Abstand von einem halben Jahr beworben. Es lohnt sich also, dranzubleiben!

Autor: Miriam  |  Rubrik: beruf & karriere  |  Feb 8, 2017
Autor: Miriam
Rubrik: beruf & karriere
Feb 8, 2017