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Zwischen Studium & Beruf

Eine gute Bewerbung

Vermutlich hat jeder von euch schon in der Schule davon gehört oder es bei einem Workshop gelernt: Wie sieht eine gute Bewerbung aus? Da es aber ein so wichtiges Thema ist, möchte ich euch gerne noch meine Tipps geben.

Was gehört rein? Die meisten Bewerbungen laufen heute online. Das heißt, ihr ladet entweder in einem Bewerbungsportal eure Unterlagen hoch oder schickt sie per E-Mail. Wenn ihr euch in einem Online-Portal bewerbt, werdet ihr schrittweise durch die Bewerbung geleitet. Haltet hierfür euer Anschreiben, euren Lebenslauf, eure Zeugnisse, eure Empfehlungsschreiben und ein Passfoto in einzelnen PDF - oder JPG-Dateien bereit. Wenn ihr euch per E-Mail bewerbt, empfehle ich, das Anschreiben in einer PDF-Datei zu schicken und alles andere in einem zweiten PDF. So sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Empfänger nur das Anschreiben und den Lebenslauf öffnet.

Wie sollte die Bewerbung geschrieben sein? Grundsätzlich gilt, dass ihr eher förmlich schreiben solltet. Allerdings schadet es auch nicht, an gewissen Stellen eure Begeisterung für das Thema auszudrücken. Schließlich wollt ihr überzeugen und im Gedächtnis bleiben und das gelingt am besten über Emotionen. Da die Zeit der Personaler oder Chefs begrenzt ist, solltet ihr eine Seite im Anschreiben nicht überschreiten. Ich weiß, wie schwer es ist, sich auf das Wichtigste zu beschränken, aber nur so kann ein akzentuiertes Bild von euch beim Empfänger der Bewerbung entstehen. Gebt eure Bewerbung auch jemandem, der über sehr gutes Schriftdeutsch verfügt und eure Bewerbung korrigieren kann. Wenn ihr die Bewerbung dann abgeschickt habt, solltet ihr tagsüber per Handy erreichbar sein und neben eurem E-Mail-Posteingang auch den Spam-Ordner checken. Eine schnelle Reaktion ist alles, wenn ihr Interesse zeigen wollt.

Und wenn ich eingeladen wurde? Haltet für das Vorstellungsgespräch ein professionelles Outfit bereit und bringt eure Unterlagen mit. Plant am besten eine halbe Stunde mehr ein, um zum Vorstellungsgespräch zu kommen, falls etwas schiefgeht. Solltet ihr euch dann doch verspäten, gebt auf jeden Fall rechtzeitig beim Gesprächspartner Bescheid.

Autor: Miriam  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 28, 2017
Autor: Miriam
Rubrik: orientieren
Mar 28, 2017

Zwischen Studium und Beruf

Volontariat oder Traineeship?

Die meisten von euch werden die Begriffe „Volontariat“ und „Traineeship“ schon einmal gehört haben, doch was genau bedeuten sie? Mit beiden Begriffen sind Ausbildungsprogramme gemeint, die meist nach einem Studium absolviert werden. Statt beispielsweise direkt als PR-Referent einzusteigen, startet man als Volontär oder Trainee eine Stufe darunter und wird ein bis zwei Jahre auf den angestrebten Job vorbereitet. Traineeships findet man meist eher in der Wirtschaft oder der Industrie, Volontariate sind meist für Geisteswissenschaftler gedacht, die im Journalismus, in Werbeagenturen oder Verlagen arbeiten wollen. Die Begriffe sind nicht geschützt, daher können keine verallgemeinernden Aussagen über den Inhalt der Programme getroffen werden. Kennzeichnend für Volontariate wie auch Traineeships ist, dass man zwar voll mitarbeitet, dafür aber geringer bezahlt wird. Im Gegenzug erhält man in Form von Workshops, Seminaren und Mentorengesprächen wichtige Anleitung. Manchmal bekommt man auch die Gelegenheit, in andere Abteilungen oder zugehörige Unternehmen zu schnuppern.
Wer sich fragt, ob fünf Jahre Studium nicht genug sind und man nicht direkt in den Job einsteigen sollte, dem gebe ich folgende Einschätzung mit auf den Weg: Volontariate oder Traineeships sind Türöffner für sehr viele Jobs in den Medien, werden oft vorausgesetzt und ihr werdet durch sie, im Idealfall, spezifisch auf euren angestrebten Job in der von euch präferierten Branche ausgebildet. Eine Chance, die ich ergreifen würde! Sucht euch ein Volontariat oder Traineeship in einem namenhaften Unternehmen, einer Agentur oder einer Zeitung und nutzt es als Sprungbrett.
Finanziell kann man sich auf 1000 bis 2000 Euro brutto im Monat einstellen, bei Volontariaten eher im unteren Bereich, bei Traineeships eher im oberen. Allerdings werden von Letzterem auch viel weniger angeboten. Außerdem bereiten Traineeships meist auf die Übernahme in die Festanstellung vor, wohingegen Volontäre oft anschließend wieder auf Jobsuche gehen müssen.

Autor: Miriam  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 23, 2017
Autor: Miriam
Rubrik: orientieren
Mar 23, 2017

Zwischen Studium & Beruf

Die Bewerbungszeit

Die Bewerbungszeit – lasst es mich ehrlich sagen – ist nicht so toll. Es ist eine Zeit voll Ungewissheit, in der man sich fragt, welchen Job man wohl bekommen und ob er einem Spaß machen wird, ob man finanziell davon wird leben können, wo die neue Arbeitsstelle sein und wo und wie man wohnen wird. Außerdem ist die Zeit geprägt von hoher Flexibilität: Man bewirbt sich laufend, muss umgehend auf Einladungen reagieren, sich über das Unternehmen informieren, für eine Übernachtungsmöglichkeit und den Transport sorgen und sich dann als den idealen Kandidaten darstellen.
Nach einer Bewerbung oder einem Vorstellungsgespräch heißt es warten sowie bereit sein für weitere Gespräche. Bekommt man daraufhin Angebote, muss man abwägen, welches das beste ist und vielleicht schon zusagen, obwohl man noch keine Antwort vom präferierten Arbeitgeber hat, aber nicht riskieren will, am Ende ohne etwas dazustehen. Wird man mehrmals zurückgewiesen oder laufen die Gespräche schlecht, muss man evaluieren, was man verbessern kann. Dabei muss man aufpassen, dass man nicht zu viele Selbstzweifel zulässt, die jedes weitere Gespräch belasten würden. Fakt ist, es braucht Zeit und es wird Rückschläge geben. Aber, da bin ich sicher, jeder kommt irgendwo unter. Und wenn es einem dort doch nicht gefällt, muss man ja nicht für immer bleiben.
Neben den Bewerbungen gehört es dazu, sein Leben zu ordnen und sich auf einen schnellen Umzug gefasst machen. In meiner WG war ich für alles verantwortlich, sämtliche Verträge und das WG-Konto liefen auf mich. Plant genügend Zeit ein, Verträge übertragen zu lassen oder mit euren Mitbewohnern neu aufzusetzen. In meinem Fall hieß das, dass ein neues Konto eröffnet werden musste, von dem die Miete zukünftig abgehen konnte, es galt, einen neuen Vertrag bei den Stadtwerken abzuschließen, eine neue GEZ-Nummer zu organisieren und den Vodafone-Vertrag zu übertragen. Vergesst auch nicht, euch zu exmatrikulieren! Solltet ihr nach eurer Exmatrikulation zum Semesterende noch keinen Job gefunden haben, müsst ihr euch um Versicherungen kümmern.
Außerdem lohnt es sich, zu überlegen, in welcher Branche und in welcher Position man arbeiten will und ob der studentische Kleiderschrankinhalt dafür Passendes bereithält. Wenn nicht, ist die Bewerbungszeit ideal dafür, die eigene Garderobe auf Vordermann zu bringen. Auch ein tolles Bewerbungsgesprächsoutfit darf natürlich nicht fehlen – hier empfiehlt es sich aus meiner Sicht, klassisch zu bleiben.

Autor: Miriam  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 13, 2017
Autor: Miriam
Rubrik: orientieren
Mar 13, 2017