interaktiv

Zwischen Studium & Beruf

Trautes Heim oder weite Welt?

Autor:
Miriam

Rubrik:
orientieren

19.04.2017

Das Studium ist fertig, die Welt liegt euch zu Füßen. Da stellt sich die Frage, ob ihr nun eure letzte große Chance habt, noch mal die Welt zu entdecken, zu reisen, fremde Orte, Kulturen und Menschen kennenzulernen; oder ob es Zeit wird, etwas Festigkeit und Sicherheit in euer Leben zu bringen. Diese Frage kann ich nicht für euch beantworten, weil sie abhängig ist vom individuellen Lebensweg.

Ich zum Beispiel war nach dem Abitur ein halbes Jahr in Neuseeland und habe die unspezifischen Geisteswissenschaften studiert. Meine Sehnsucht nach dem Unbekannten war also ein wenig gestillt und der Wunsch wurde immer stärker, endlich zu wissen, wo mich mein Studium hinführen würde. Ich habe mich daher jetzt, direkt nach meinem Master, für ein Volontariat beziehungsweise Traineeship beworben und ziehe nun sogar mit meinem Freund zusammen. Adé ihr Single-Studentenbuden!

Andere wiederum können es – aus dem Wissen heraus, dass man im Berufsleben nur eine begrenzte Zahl an freien Tagen hat – kaum erwarten, ihre Siebensachen zu packen und noch mal auf Reisen zu gehen. Ich frage mich aber, ob man die Auszeit nach dem Studium voll genießen kann, wenn man nicht weiß, wie schnell und gut man danach unterkommt. Ich wollte das geregelt wissen. Ideal ist es natürlich, wenn man einen Job annimmt, der erst ein halbes Jahr startet. Dann bleibt genug Zeit, zu reisen und umzuziehen und man genießt die Freiheit umso mehr, weil man weiß, dass da etwas kommen wird, was einen auffängt.

Geht es dann an den Umzug, zum Beispiel in eine Großstadt wie München, werden bestimmt viele Studienabgänger erschrocken feststellen, dass man sich mit einem Einstiegs- oder einem Volontariatsgehalt nicht unbedingt eine Vierzimmerwohnung leisten kann. Vor allem den Geisteswissenschaftlern wird das wohl so sein. Wenn man aber keine Lust mehr auf dreckige und laute Studenten-WGs hat, empfehlen sich die sogenannten Berufstätigen-WGs. Hier haben alle denselben Rhythmus – und meist auch ein gesteigertes Interesse an Sauberkeit.

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