interaktiv

Zwischen Studium & Beruf

Cool bleiben

Autor:
Noelle

Rubrik:
studium

23.03.2018

Es gibt Tage, da läuft alles wie am Schnürchen. Und dann kommt es dir plötzlich so vor, als hätte sich alles und jeder gegen dich verschworen.
Gestern hatte ich mein erstes Vorstellungsgespräch in München. Tagelang habe ich mich mit typischen Fragen darauf vorbereitet, habe mir neue Schuhe gekauft, mich schick gemacht – und habe mich wohl gefühlt. Deshalb war ich auf dem Weg zu meinem Termin auch kaum aufgeregt. Doch dann der Super-GAU: Als ich zur Tram-Haltestelle kam, stand an der Anzeige, dass sich die Bahn wegen eines Verkehrsunfalls auf unbestimmte Zeit verspätet. Mist! Dabei wollte ich doch mindestens zehn Minuten früher da sein, um mich noch ein wenig umschauen zu können! Ein Blick auf Google Maps verriet mir außerdem, dass bis zu meinem Ziel noch 1,4 Kilometer vor mir lagen, wofür man zu Fuß etwa 18 Minuten braucht. Verdammt! Was also tun? Meine Lösung für die Misere war so simpel wie effektiv: rennen! Während ich die Straße entlang spurtete, fragte ich mich, wozu ich mich überhaupt geschminkt hatte. Und rennen in neuen Schuhen ist auch nicht das Bequemste. Trotzdem schaffte ich es pünktlich und trotz meiner Atemlosigkeit lief das Gespräch gut.
Heute Morgen dann der nächste Schock vor meinem nächsten Vorstellungsgespräch: Als ich auf mein Handy schaute, war es viertel nach acht – zwei Minuten, bevor mein Zug abfuhr! Aber wie konnte das sein, ich hatte mir doch extra zwei Wecker gestellt! Ich brach in heillose Panik aus. Meine erste Reaktion in Situationen wie dieser ist immer dieselbe: erst mal Mama anrufen. Dummerweise ist die auch nach drei Versuchen nicht rangegangen. Also probierte ich es bei meinem Freund. Zum Glück nahm er ab, bewahrte einen kühlen Kopf und suchte mir eine neue Zugverbindung heraus. Um tausend Nerven und sechzig Euro ärmer konnte ich mich endlich wieder abregen. Und wer weiß, vielleicht ist das ganze Schlamassel ja doch zu irgendwas gut? Zumindest hoffe ich das.

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