interaktiv

Zwischen Studium & Beruf

Ich hab die Stelle!

Autor:
Mia

Rubrik:
studium

23.04.2019

Als ich am 30. Dezember 2018 ein letztes Mal im alten Jahr in den Briefkasten schaute, blieb mein Herz für einen Moment stehen. Ein Umschlag aus Bayreuth, der Stadt, in der ich kurz zuvor mein Studium beendet hatte und in der ich mich für eine Stelle im Umweltamt beworben hatte. In aller Eile riss ich den Umschlag auf, er schien zu groß, um nur eine Absage zu enthalten. Und tatsächlich: Man hatte sich bei der ausgeschriebenen Stelle für mich entschieden!
Ich habe mich so über diese Zeilen gefreut und erlebte durch diese Mitteilung tags drauf das freudigste Silvester, an das ich mich erinnern kann. Die Monate, die ich erfolglos nach Arbeit gesucht hatte und in denen ich oft sehr unglücklich über meine Situation war, sollten endlich zu Ende sein.
Schon zwei Wochen später startete für mich dann tatsächlich das Berufsleben. Die lange Anfahrt von Nürnberg sah ich gelassen, da es sich um eine Teilzeitstelle handelt und ich mir meine Stunden ganz entspannt einteilen kann. Es fühlt sich gut an, wenn man zur Arbeit fährt und tatsächlich auch Geld damit verdient. Endlich kann ich meiner Tante sagen, dass ich einer Arbeit nachgehe, für die ich Geld bekomme. Diese Tante lag mir nämlich schon seit vielen Jahren immer wieder fragend in den Ohren, wie lang dieses Studieren denn nun noch dauern solle. Für eine akademische Laufbahn bringt sie generell Unverständnis mit. Solche Fragen sind sicher nicht ganz unberechtigt, schließlich haben meine Schulkameraden, die eine Ausbildung gestartet hatten, teilweise schon über fünf Jahre Berufserfahrung sammeln können und ihr eigenes Geld verdient. Aber gut, mein Weg war ein anderer und ich bin sehr dankbar, dass dieser Weg sich nun langsam doch als der richtige für mich abzeichnet.
Meine Zeit als Bloggerin bei abi» endet nun mit dem Berufsübertritt. Ich würde mich freuen, wenn meine hier geteilten Erfahrungen dem ein oder anderen weiterhelfen.
Euch da draußen, die ihr noch auf der Suche nach dem richtigen Studiengang, oder dem richtigen Job seid, wünsch ich von Herzen alles Gute. Man braucht in vielen Dingen einen langen Atem, das habe ich gelernt. In diesem Sinne: Tief Luft holen und bei Problemen lieber mal Luft rauslassen, statt das Atmen ganz sein zu lassen. Es gibt für jeden einen gangbaren Weg.

 

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