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Au-pair

Au-pairs werden zur Kasse gebeten

Autor:
Katharina

Rubrik:
auszeit nach dem abi

15.04.2009

Ja, jetzt ist es amtlich: Wir armen Au-pairs müssen zahlen! In einem erneuten Rundschreiben meines area directors machte sie ausdrücklich klar, dass wir Steuern an den amerikanischen Staat zu zahlen haben. Doch wie viel wir dem Staat letztendlich "schulden", muss jedes Au-pair für sich selbst ausrechnen. Dafür haben wir ein Formular bekommen, in dem wir jedes einzelne Wochengehalt auflisten, den Gesamtverdienst zusammenrechnen und aus einer Tabelle ablesen sollen, wie viel Steuern ein Amerikaner mit einem Gehalt in der Höhe unseres Taschengeldes zahlen muss. Genau diesen Betrag müssen wir dann auch zahlen!

Im Forum meiner Au-pair-Agentur habe ich gelesen, dass sich sehr viele Au-pairs über diese Neuigkeit aufregen und keine Steuern zahlen werden. Das nenne ich sehr gewagt, denn zahlt ein Au-pair trotz Steuerpflicht keine Steuern, wird das vermerkt und es drohen weit reichende Konsequenzen. Vor allem für den Fall, dass sich die betroffenen Au-pairs erneut um ein Visum bewerben. Dann ist die Gefahr sehr groß, dass das Visum verweigert wird. In meinem Fall wäre das nicht gerade wünschenswert, denn ich habe ja genau das vor.

Aber auch wenn dies nicht mein Plan wäre, ich würde die Aufforderung zur Steuerzahlung niemals ignorieren. Es ist nun einmal so, wie es ist und daran kann man leider nichts ändern. Auch, wenn es sich um stolze $ 403 handelt. So viel muss ich bis zur „dead line", den 15. April, gezahlt haben. Ja, auf den ersten Blick erscheint diese Summe sehr groß. In Wochengehältern „umgerechnet" handelt es sich jedoch "nur" um den Verdienst von zweieinhalb Wochen. Das kann ich gerade so verkraften. Auch wenn es weh tut. Schließlich ist es schon ein wenig unfair, dass die vielen anderen Au-pairs, die vor dieser Regelung in den USA waren, keinen Cent an den Staat zahlen mussten. Na ja, irgendwann ist immer das erste Mal...

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