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Zwischen Schule und Beruf

Meine Berufspläne? Hm, mal überlegen ...

Autor:
Katharina

Rubrik:
auszeit nach dem abi

06.02.2008

„Und, weißt du jetzt endlich, was du nach dem Abitur machen willst?" Mit dieser Frage hatte es meine Mutter doch wirklich gewagt, mich aus meinem „Morgenmuffel-Trance-Zustand" zu wecken.

„Ich meine nach deinem Au-pair Jahr", ergänzte sie zu meiner Beruhigung. Hätte mich auch gewundert, wenn sie das vergessen hätte, schließlich arbeitete ich Monate an meiner Bewerbung. „Darum werde ich mich kümmern, wenn ich aus Amerika zurück bin." So, diese Antwort besänftigt sie bestimmt, wagte ich zu hoffen, doch ich hatte mich zu früh gefreut.

„Das kann doch nicht wahr sein, das ist viel zu spät, du musst dich mindestens ein Jahr vorher..." Oh nein, ich darf gar nicht an ihre dreißigminütige Predigt denken. „Informier dich, geh zur Studienberatung...", all die guten Ratschläge, wie man sie von Eltern kennt. - Und ich dachte wirklich, mir blieben sie erspart, Irrtum!

Hm, irgendwie hat sie ja Recht, ich müsste mir wirklich langsam Gedanken machen, was ich beruflich machen möchte und auch, welchen Ausbildungsweg ich gehen möchte. Mein Au-pair Jahr ist schließlich auch irgendwann einmal vorbei.

Will ich schnelle finanzielle Unabhängigkeit? Praxisnähe? Dann sollte ich mich um einen Ausbildungsplatz kümmern. Will ich die Chance auf eine höhere Berufsposition? Später mehr Gehalt? Mehr Theorie in der Ausbildung? Dann sollte ich mich eher über das Studienangebot informieren. Und ich dachte, ich könnte dieser Frage mit meinem Jahr Auszeit erst einmal aus dem Weg gehen...

„Der frühe Vogel fängt den Wurm", meinte meine Mutter. „Du hast ja Recht, lieber zu früh als zu spät informieren", gab ich schließlich zu. - Und meine Mutter war beruhigt.

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