interaktiv

Zwischen Schule & Beruf

Sind Träume Schäume?

Autor:
Katharina

Rubrik:
arbeitsmarkt

26.02.2008

Eine Ausbildung als Fluglotsin. Das war der große Traum meiner Klassenkameradin Nicole. Aber der hatte sich leider viel zu schnell ausgeträumt. „Ich bin gleich in der ersten Bewerbungsrunde rausgeflogen", berichtete sie mir, als sie aus Hamburg, dem Ausbildungsort zurückkam. Dort hatte sie an einem Bewerber-Auswahlverfahren für die ebenso begehrten wie begrenzten Ausbildungsplätze teilgenommen. Ich weiß noch, wie glücklich sie davon berichtete, als sie zu dem Auswahlverfahren eingeladen wurde. Nicole ist schließlich Brillenträgerin, was für den Beruf der Fluglotsin eher hinderlich ist. Das machte sie natürlich besonders stolz.

„Man muss so viele Vorkenntnisse haben." Ja, das stimmt. Nicht nur sehr gute Mathematik-Kenntnisse, sondern auch physikalisches Verständnis sind Teil der Voraussetzungen. Eine Leuchte in Mathe war Nicole schon immer, keine Frage. „Nur fünf Bewerber haben die erste Bewerbungsrunde überstanden und sind in die nächste Runde gekommen", sagte Nicole. „Wie viele Runden gab es denn?", fragte ich. „Ich glaube fünf und von Runde zu Runde wird es schwieriger. Die nehmen wirklich nur die Besten." Was? Da kann man wirklich glauben, dass man bei solch geringen Chancen gar nicht erst versuchen sollte, seinen Traum zu verwirklichen.

Aber unsere Klassenoptimistin Linda war natürlich wieder anderer Ansicht: „Du hast es wenigstens versucht und man sollte immer alles versuchen, um sein Ziel zu erreichen."

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