interaktiv

Zwischen Schule und Beruf

Von Stadt zu Stadt

Autor:
Katharina

Rubrik:
auszeit nach dem abi

29.02.2008

„Wenn ich eure Mutter wäre, würde ich euch von Stadt zu Stadt lotsen." Warum? Das fragten wir Schüler uns nach dieser Aussage unserer Lehrerin.  „Damit ihr einen Überblick über das Studienangebot der Universitäten bekommt und ihr euch vor Ort erkundigen könnt. Das kann euch helfen, die passende Uni zu finden."

Ein halbes Jahr vor den Abitur-Prüfungen hatte 80 Prozent unserer Klasse noch immer keine Ahnung, was sie nach der Schule machen wollen. Zum Glück wußte meine Lehrerin, dass ich als Au-pair nach Amerika gehen will, so hatte ich das Glück, von ihrem vorwurfsvollen Blick verschont zu bleiben. Natürlich meint sie es ja nur gut. Sie will schließlich, dass jeder Schüler „etwas in der Hand hat", wie sie es immer ausdrückt, wenn wir die Schule verlassen.

„Ich will halt irgendwas studieren, ich schreibe mich schon rechtzeitig an der Uni ein, keine Sorge." „Ich auch, oder ich mache eine Ausbildung." Mit solchen Antworten ließ sich unsere Lehrerin natürlich nicht beruhigen. „Das ist alles schön und gut, aber ihr solltet das studieren, was euch auch interessiert und was euch Spaß macht, darüber solltet ihr euch Gedanken machen." Keine schöne Situation für Schüler im Abi-Stress. Heute Referat, morgen Klausur, übermorgen vielleicht beides... und nach den langen Schultagen auch noch Hausaufgaben. Wie soll man da noch Zeit finden, sich über „die Zeit danach" Gedanken zu machen? Irgendwann wird die Zeit schon kommen, spätestens nach dem Abi...

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