interaktiv

Zwischen Schule & Beruf

Meine Schwester - eine Ausnahmeerscheinung

Autor:
Katharina

Rubrik:
auszeit nach dem abi

08.04.2008

Wie ich sie beneide: Schule beendet, Ausbildung begonnen, Traumjob gefunden. Meine Schwester scheint eine Ausnahmeerscheinung zu sein. Wer kann heutzutage schon aus Überzeugung sagen: „Ich habe den Beruf gefunden, den ich mein Leben lang ausüben will"? Der Beruf meiner Schwester lädt eher zu der Aussage ein: „Ich hoffe, ich finde bald etwas anderes", oder: „Den Job mach ich nur für eine Saison." Sie ist Restaurantfachfrau und in dem Beruf ist man zwangsweise immer im Stress.  Immer für die Bedürfnisse der Gäste da sein, den ganzen Tag zwischen Küche und Gäste pendeln ... Ich will gar nicht wissen, wie viele Kilometer sie in dem Beruf bereits „verlaufen" hat.

Während ich nach der 10. Klasse auf die Oberstufe wechselte, um das Abitur zu machen, wusste sie bereits nach dem Realschulabschluss, dass sie „für die Gastronomie geboren" ist. Sie wechselte auf die einjährige Berufsfachschule für Gastronomie und bekam schließlich einen Ausbildungsplatz in einem Top- Restaurant. Heute zieht sie von Stadt zu Stadt und bekommt auch wirklich immer einen Job. Restaurantfachkräfte sind einfach gefragt. Gran Canaria, Österreich und einige deutsche Großstädte kann sie schon in ihrem Lebenslauf verzeichnen.

Wow, bewundernswert. So einen Beruf wünsche ich mir auch. Für mich wäre die Gastronomie wohl eher nichts. Meine Schwester aber hat ihren Traumjob gefunden, der nie langweilig wird und mit dem man mindestens ganz Deutschland erforschen kann.

 

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