interaktiv

Zwischen Schule & Beruf

Bald schlaflos in Seattle?

Autor:
Katharina

Rubrik:
auszeit nach dem abi

16.04.2008

Es gibt wohl kaum eine US-Metropole, die weiter im Nordwesten liegt, als Seattle im Bundesstaat Washington. Vor ein paar Tagen bekam ich einen Anruf von einer Gastfamilie aus Seattle. 30 lange Minuten haben wir uns unterhalten, jedoch war es eher ein Frage-Antwort-Gespräch. „What are your hobbies?" - Antwort. "Do you have pets?" - Antwort. "Why do you want to be an au-pair?" - Antwort.

Was daran mehr schlecht als recht war? Na ja, eigentlich gar nichts. Schließlich sind die Anrufe der Gasteltern, die ein Au-pair suchen, als Interview-Gespräch gedacht. Dieses sollte man jedoch nicht allzu wörtlich nehmen, denn eine gewisse Sympathie sollte sich während des Gesprächs zwischen potenziellem Au-pair und Gastfamilie schon entwickeln und das geht nur, wenn man sich auf „einer Wellenlänge" befindet. Das lässt sich bei einem zwanghaften Gespräch ohne persönliche Note schwer herausfinden.

Jetzt habe ich so lange auf die nächste Gastfamilie gewartet, die sich seit längerem mal wieder für mich interessiert und dann kommt nur ein 08/15- Gespräch dabei heraus. Nein, mit dem Englisch hatte ich während des Gesprächs keine Probleme, es lag eher an der Nervosität - so ohne  Vorwarnung ein Anruf aus den USA. Jetzt warte ich wie auf heißen Kohlen auf eine E-Mail der Gastfamilie. Wird sie noch ein zweites Mal mit mir telefonieren wollen? - Mein Gefühl sagt mir, eher nicht.

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