interaktiv

Zwischen Schule & Beruf

Faulheit versus Motivation

Autor:
Janna

Rubrik:
auszeit nach dem abi

01.08.2012

Der Pädagogikgrundkurs hat mir nicht nur 106 Punkte fürs Abitur, einen Eintrag im Erinnerungsbüchlein von der nettesten Lehrerin aller Zeiten und viele tolle Notizbuchkritzeleien von meiner Lieblingssitznachbarin eingebracht, sondern vielmehr noch die Fähigkeit, das bisschen, was ich nicht sofort wieder vergessen habe, auf die gesamte Umwelt anzuwenden. Und dabei fällt mir vor allem eine Sache auf: Erikson hat in seinem Phasenmodell der psychosozialen Entwicklung etwas vergessen: Die Krise, die unser ganzes Leben lang vorherrschen soll – Motivation versus Faulheit.

Es fängt in der Schulzeit an, wenn irgendwann das Über-Ich nach Freud, das einem in den ersten Jahren noch immer gesagt hat, man solle brav seine Hausaufgaben machen, von der Faulheit überstimmt wird. Weiter geht es damit, dass es immer schwieriger wird, sich zum Lernen zu motivieren, weil das Ziel „guter Job, der einem Spaß macht“ so weit entfernt scheint und dazwischen noch einiges an Unterricht, die Abiturprüfungen plus Studium und/oder Ausbildung liegen. Bei meinem Zwischenstand „Schulabschluss Abitur“ sollte es jetzt eigentlich die Aufgabe sein, mich auf die nächste Etappe „Studium“ vorzubereiten.

Nur irgendwie will das nicht so, wie ich will. Eigentlich sollte ich doch total motiviert sein, es geht hier schließlich um meine Zukunft und ich sollte mich an möglichst vielen Unis bewerben, um eine möglichst hohe Chance auf einen möglichst guten Studienplatz zu bekommen. Leider war ich das nicht wirklich bis ich plötzlich eine Eingebung hatte: „Wenn ich jetzt nichts mache, fange ich nie an!“ Also habe mich bei fünf Unis beworben.

Die Frage, wo ich studiere, ist zum Glück recht einfach zu beantworten. Ich habe mein Leben lang in Nordrhein-Westfalen gewohnt, hier lebt meine ganze engere Verwandtschaft und die meisten meiner Freunde – und vor allem auch mein Freund – wollen ebenfalls hier studieren.

Die Frage, was ich studiere, birgt hingegen ein paar mehr Probleme. Bis vor ein paar Wochen war für mich felsenfest klar: Ich studiere Germanistik und irgendein möglichst interessantes Ergänzungsfach dazu und danach geht es in Richtung Verlagswesen oder Fernsehen. Dann kam mein Theaterlehrer, der auch meinen Lehrerkommentar für die Abizeitung geschrieben hat mit dem Vorschlag, dass ich, wenn ich schon Germanistik studiere, doch gleich auf Lehramt studieren könnte. Deshalb steht Gymnasiallehramt für Mathe und Deutsch jetzt auch auf meiner Liste.

Unibewerbungen sind heutzutage zum Glück ziemlich leicht zu bewerkstelligen: Einfach die Universitätshomepage anklicken, ein bisschen suchen, bis man das Online-Bewerbungsfeld gefunden hat, sich durch die Seiten klicken, Kontaktinformationen, Abischnitt und gewünschte Studienfächer angeben, abschicken, fertig. Und wenn man erst einmal damit angefangen hat, scheinen einem die Unibewerbungen gar nicht mehr so viel komplizierte Arbeit zu sein.

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