interaktiv

Zwischen Schule und Beruf

Abenteuer Wohnungssuche

Autor:
Noelle

Rubrik:
auszeit nach dem abi

12.09.2012

Es ist noch nicht so lange her, da stand ich während des Abiballs auf der Bühne und konnte es gar nicht erwarten, endlich mein Zeugnis in den Händen zu halten – das alles entscheidende Zeugnis, für das ich all die Jahre so hart gearbeitet hatte! Man hat so viele Erwartungen an den neuen Lebensabschnitt, man freut sich auf all die Veränderungen und nicht selten bekommt man gesagt: „Das wird die beste Zeit deines Lebens!"

Also, liebe „Zeit meines Lebens" ... Ich warte! Du darfst dann jetzt endlich anfangen! Von der ganzen Warterei habe ich nämlich langsam wirklich genug.

Um ehrlich zu sein, ich habe mir das Ganze wohl etwas zu rosig vorgestellt. Neue Leute, neue Aufgabe, neues Umfeld. Doch ganz so einfach ist das leider nicht. Und das scheine nicht nur ich allmählich festzustellen. Der große Wettlauf mit der Zeit hat begonnen. Was bisher nie ein Thema war, scheint sich als unüberwindbare Herausforderung herauszustellen: Man braucht einen Platz zum Wohnen! Und da gibt es ja vielerlei Möglichkeiten: WG, Wohnheim oder doch gleich die erste eigene Wohnung? Es hagelt Absagen, man lernt die verschiedensten Mailboxansagen kennen und schlägt sich Stunden, Tage, Wochen durch sämtliche Internetportale. Eine alte Klassenkameradin traf es wirklich hart. Sie hatte sich bei einer WG vorgestellt, sich wirklich sehr gut mit den Leuten verstanden, sich mit ihnen über Gemeinsamkeiten ausgetauscht und sogar dasselbe Konzert besucht. Und trotzdem entschieden sie sich für einen anderen Kandidaten. Das ist doch nicht fair. Aber wann ist das Leben schon fair?

Da haben es andere Freunde wirklich besser getroffen, die nun mit dem Rucksack durch Australien reisen und froh sind, wenn sie abends wieder ihre Pritsche unter sich haben. Da stören auch ein, zwei Kakerlaken als Mitbewohner nicht. Aber genauso, wie sie von all den farbenfrohen Eindrücken des australischen Outbacks geformt werden, sollen vielleicht auch die ganzen Rückschläge am Telefon und in unserem E-Mail-Postfach ihren Sinn haben. Wäre ja auch viel zu einfach, wenn jedes Vorhaben beim ersten Versuch klappen würde.

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