interaktiv

Au-pair

Im Visumstress 3.Teil

Autor:
Katharina

Rubrik:
auszeit nach dem abi

12.06.2008

Ich hatte vielleicht Herzklopfen, als ich mit dem Auto in der Nähe der amerikanischen Botschaft stand und mich nicht traute, auszusteigen. Warum nicht? Na ja, als ich an der Botschaft vorbeifuhr, konnte ich einen ersten Blick darauf werfen. Bewacht von mehreren Polizisten und umgeben von einem Zaun, um Passanten bloß nicht zu viel von dem „heiligen" Gebäude zu zeigen, machte das auf mich nicht gerade einen einladenden Eindruck. Im Gegenteil, die Botschaft kam mir irgendwie unheimlich vor. Und da sollte ich reingehen? Niemals, dachte ich. Doch um amerikanischen Boden betreten zu dürfen, musste ich wohl oder übel „da durch". Im wahrsten Sinne des Wortes, denn auch die Sicherheitskontrollen haben es in sich. Nicht einmal eine „normale" Handtasche darf man mitnehmen. Als ich nun endlich im Hauptgebäude ankam, hieß es: Warten und nett lächeln, um auch keinen schlechten Eindruck zu machen.

Letztendlich musste ich kein einziges Wort englisch sprechen, obwohl das von der Au-pair Agentur angekündigt wurde. Mir wurden Fingerabdrücke abgenommen und ich musste, nachdem meine Unterlagen kontrolliert wurden, drei Fragen beantworten.

„Was wollen Sie nach Ihrem Au-pair Jahr machen? Wie alt sind Ihre Gastkinder? Waren Sie schon einmal in den USA?" Und dann hieß es: „Danke, der nächste, bitte." Die Bearbeitung des Visa-Antrages ging jedoch blitzschnell. Nur drei Tage nach meinem Besuch in der Botschaft war mein Visum im Briefkasten.

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