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Au-pair

Von Abschiedsschmerz und Ängsten

Jetzt gibt es kein zurück mehr: In einer Woche werde ich in den USA sein. Von den meisten meiner Freunde habe ich mich bereits tränenreich verabschiedet. Morgen werde ich meiner allerbesten Freundin „goodbye" sagen müssen. Einfach wird es sicher nicht, aber mein neues Leben wartet. Heute habe ich eine ganz liebe E-Mail meiner Gastmutter bekommen. Sie wünscht mir einen guten Flug und möchte, dass ich sie gleich anrufe, wenn ich amerikanischen Boden betreten habe. Ein wirklich schönes Gefühl. Denn so traurig es auch ist, hier Freunde und Familie zurückzulassen, so weiß ich doch auch, dass in Amerika eine „neue" Familie auf mich wartet, die sich auf mich freut.

„Hast du eigentlich Angst?" Hat mich mein Bruder vor kurzem gefragt. Um ehrlich zu sein: Meine größte Angst ist erst einmal, etwas Wichtiges zu vergessen. Denn mein zu Hause und den Frankfurter Flughafen trennen über drei Autostunden. Also werde ich bestimmt zehn Mal in meine Handtasche schauen um sicherzugehen, dass ich auch all die wichtigen Dokumente zur Einreise dabei habe. Denn ohne Visum und Reisepass gestaltet sich die USA-Einreise als eher schwierig ... Aber daran will ich lieber nicht denken. Und sonst? Ich habe Angst, dass das Flugzeug abstürzt, dass ich mich mit den Kindern nicht verstehe, dass ich zunehmen werde ...

Aber bei einer Sache bin ich mir sicher: Wenn ich erst die Freiheitsstatue aus dem Fenster des Flugzeuges sehe, werden alle Ängste erst einmal verflogen sein und die Vorfreude wird alles andere in den Schatten stellen.

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jul 28, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jul 28, 2008

Au-pair

Wege trennen sich

„Glaubst du, dass du uns vermissen wirst?", fragte mich eine sehr gute Freundin vor ein paar Monaten. „Hm, nein, schließlich gibt es das Internet. Man kann sich doch täglich Mails schreiben", lautete meine Antwort. Schön, wenn ich diese Antwort auch heute noch geben könnte. Vor ein paar Tagen habe ich mich von meinen besten Freunden verabschiedet und da ist, trotz aller Bemühungen, die eine oder andere Träne geflossen.

Der Hauptgrund dafür ist jedoch, dass unsere Wege sich jetzt, wo wir das Abitur in der Tasche haben, trennen werden. Zwei meiner besten Freundinnen gehen nach München, wiederum andere zieht es in den hohen Norden ... Na ja und ich gehe nach Amerika. Natürlich nehmen wir uns ganz fest vor, in Kontakt zu bleiben, aber was ist, wenn ich wieder in Deutschland bin? Meine alte Clique wird nicht mehr da sein und ich werde erst einmal allein da stehen. Es wird sicher komisch werden, an Orte zu kommen, an denen ich mit meinen Freunden gewesen bin oder in unserem Stammcafe einen „einsamen" Kaffee zu trinken.

Während die anderen irgendwo verstreut in Deutschland bereits mitten im Studium oder in der Ausbildung stecken, werde ich meinen Weg erst wieder neu finden müssen. Aber ich denke positiv: In meinem Au-pair Jahr werde ich bestimmt so viele positive Erfahrungen machen und Dinge erleben, von denen ich wohl noch meinen Enkeln erzählen werde. Dafür fange ich mein Studium gerne ein Jahr später an. Schließlich macht man so eine Erfahrung nur einmal im Leben und es gibt sicher keinen besseren Zeitpunkt für einen Auslandsaufenthalt, als direkt nach dem Abitur.

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jul 22, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jul 22, 2008

Au-pair

Training im Hotel

„Holt dich deine Gastmutter vom Flughafen ab?" Wie oft ich diese Frage schon gehört habe. „Nein, wir Au-pairs werden von Shuttle-Bussen abgeholt, die uns ins Hotel bringen." „Ins Hotel? Warum ins Hotel?" Ganz einfach: Bevor das Au-pair Jahr richtig beginnt, müssen alle Au-pairs ein Seminar machen. Die ersten drei Tage in Amerika werden wir intensiv auf Kulturschocks vorbereitet und „Au-pair fit" gemacht. Acht Stunden am Tag werden hunderte Au-pairs in riesigen Schulungsräumen eines luxuriösen Hotels in New Jersey, nur acht Meilen außerhalb von New York City, Unterricht in Sachen Kinderbetreuung bekommen. Aber auch das normale Leben eines Amerikaners wird unter die Lupe genommen. Welche Traditionen und Feiertage gibt es? Wie viel Trinkgeld gibt man einem Kellner oder Taxifahrer? Außerdem findet ein Erste Hilfe-Kurs statt.

Es werden bestimmt drei sehr anstrengende, aber auch sehr interessante Tage werden. Das Hotel hat es jedenfalls in sich: Es beinhaltet sowohl drei Restaurants, darunter ein Starbucks,  einen Swimmingpool, eine Sauna ... Das wichtigste jedoch ist, dass es auf jedem Zimmer einen Internetanschluss gibt. So kann man jederzeit E-Mails nach Deutschland verschicken. In einem Hotelzimmer werden drei Au-pairs untergebracht. Hoffentlich werde ich mich mit den anderen Mädels gut verstehen. Am dritten Tag schließlich geht es zur Gastfamilie.

Gut, dass ich nach New Jersey komme, so wird mich meine Gastmutter abholen. Andere haben es da nicht so gut. Denn manche müssen noch einmal in den Flieger steigen, damit ihr Au-pair Jahr endlich so richtig beginnen kann.

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jul 15, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jul 15, 2008