interaktiv

Au-pair

Goodbye Deutschland

Autor:
Katharina

Rubrik:
auszeit nach dem abi

04.08.2008

Den Abschied von meiner Familie in Deutschland hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt. Als ich am Flughafen von Schalter zu Schalter ging, hieß es pötzlich: "Gehen Sie durch diesen Gang, Sie dürfen nicht mehr zurück." Was? Ich hatte mich zu diesem Zeitpunkt doch noch gar nicht von meiner Familie verabschiedet.

"Darf ich nicht noch einmal kurz zurück, um 'Tschüss' zu sagen?", bat ich den Flughafenmitarbeiter. "Na schön, aber nur kurz." Und dann folgte der Abschied, den ich fast verpasst hätte. Bei all dem Abschiedsschmerz und der Eile, in die ich mich gedrängt fühlte, hatte ich sogar vergessen, meinem kleinen Hund "Goodbye" zu sagen. Dabei weiß ich nicht einmal, ob ich ihn noch einmal wiedersehen werde, denn er ist schon sehr alt.

Leider verlief auch der Flug nach Newark, New Jersey, anders, als ich ihn mir gewünscht hatte. Patricia, meine Au-pair Freundin hatte ihren Flieger verpasst und so saß ich zwischen über 50 anderen Au-pairs und doch irgendwie ganz allein auf dem Weg in mein Au-pair Jahr.

Hunderte Fragen gingen mir durch den Kopf: "Kann Patricia heute noch nachkommen?", "Komme ich glimpflich durch die Zollkontrolle?" Die Einfuhr von Lebensmitteln ist schließlich verboten. Dennoch befinden sich ein paar Gummibärchen für die Kinder in meinem Koffer ... "Werde ich mich schnell in den USA einleben?" Acht Stunden Flug eignen sich wirklich sehr gut, um sich den Kopf zu zerbrechen ...

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