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Zwischen Schule & Beruf

Studentische Sparsamkeit - Teil 2

Nach unserem Aufenthalt in Ljubljana fuhren wir über eine Mitfahrgelegenheit mit zwei Rumänen, die uns am Stadtrand von Ljubljana einsammelten, über die ungarische Grenze nach Budapest. Die beiden waren so nett und begeistert von Deutschland, dass wir kaum Momente hatten, in denen es still war im Auto. Und das bei vier Stunden Fahrt!

Als wir in Budapest ankamen, brauchten wir dank seiner zentraler Lage nicht lange bis zu unserem wunderschönen Apartment. Restlos begeistert von unserem kurzen Blick auf Budapest bei Nacht während unserer Fahrt dorthin, entschieden wir uns sofort dafür, am nächsten Tag die abendliche Bootstour auf der Donau mitzumachen. Tagsüber fuhren wir mit den famosen Hop-On Hop-Off-Bussen von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit und bekamen noch eine Führung durch das imposante ungarische Parlament.

Nach diesen vielen Eindrücken ging es mit dem Bus weiter in das etwas beschaulichere Bratislava. Auch hier waren wir – wie in Ljubljana – von der „Freetour“ begeistert. Ohne Führung schauten wir uns abends noch dass Schloss an und hatten einen fantastischen Ausblick auf die vielen Lichter am Ufer der Donau. Als Krönung unserer Zeit in Bratislava gönnten wir uns für die Heimfahrt zwei Plätze auf dem Dach des Tragflügelboots, das täglich zwischen Bratislava und Wien hin und her fährt. Drei Minuten vorm Ablegen schafften wir es noch knapp an Bord, nachdem uns etwas zu spät aufgefallen war, dass das Boot eine halbe Stunde früher ablegen wollte, als wir annahmen. Letztendlich ging aber alles gut.

Mit Wien erreichten wir wieder bekanntes Terrain, verbrachten noch zwei tolle Tage bei Freunden und reisten schließlich per Anhalter nach München weiter, wo uns ein Fernbus wieder Richtung Heimat brachte. Dort angekommen resümierten wir, dass wir einen großartigen, außergewöhnlichen und vor allem interessanten Urlaub hatten, der in unser Budget passte und den wir jedem All-inclusive-Strandurlaub vorziehen würden.

Autor: Katha  |  Rubrik: orientieren  |  Oct 19, 2015
Autor: Katha
Rubrik: orientieren
Oct 19, 2015

Zwischen Schule & Beruf

Kein Zurück mehr

Nachdem ich Feierabend gemacht und mich umgezogen hatte, rief mein Chef in Richtung Umkleide, dass meine Mama bereits draußen mit dem Fahrrad auf mich warten würde, um mich abzuholen. Ich beeilte mich und warf mir schnell meinen Pulli über, denn heute stand der Termin im Reisebüro an, bei dem ich mich über mögliche Flüge bezüglich meines Auslandsaufenthalts informieren wollte. Meine Mama habe ich gebeten mitzukommen, damit ich eine zweite Meinung zu den vorhandenen Angeboten habe. Ich hatte mir bereits einige Tage zuvor einen groben Reiseplan notiert, in dem stand wann ich ungefähr abreisen möchte, zu welchen Flughäfen es jeweils gehen soll, und wie lange der Aufenthalt im jeweiligen Land geplant ist.

Die Frau im Reisebüro war sehr hilfsbereit und geduldig. Da ich einen Gabelflug mit zusätzlichem Zwischenstopp buchen wollte, war es gar nicht so einfach etwas Passendes zu finden. Daher brauchte auch die Dame im Reisebüro eine ganze Weile, bis sie ein paar Flüge vorschlug. Nach einigem Hin und Her haben wir es dann schließlich geschafft, ein Angebot herauszusuchen, bei dem alle Daten bestmöglich auf mich abgestimmt sind. Die Dame druckte mir die Reisedaten aus und sagte, sie könne mir die Flüge bis zum Ende des nächsten Tages reservieren. Meine Mutter und ich waren uns einig, dass die Reisedaten soweit passten und auch der Preis in Ordnung war und machten uns auf den Heimweg.

Als wir zu Hause ankamen, ging mir die Sache nicht mehr aus dem Kopf und mich überkam die Angst, dass die Flüge nicht mehr vorhanden sein könnten, falls ich mit dem Buchen zu lange warten würde. Kurz entschlossen setzte ich mich ins Auto und fuhr schnell noch einmal zum Reisebüro. Die Dame, die uns zuvor beraten hatte, saß noch genau am gleichen Patz wie zuvor und schenkte mit ein breites Lächeln, als ich zum zweiten Mal an diesem Tag das Reisebüro betrat. Wir überprüften zusammen noch einmal ganz genau die Flugdaten und sie fragte mich, ob ich mir sicher sei, dass ich verbindlich buchen möchte. Da merkte ich zum ersten Mal, dass es jetzt wirklich ernst wird.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  Oct 15, 2015
Autor: Nadine
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Oct 15, 2015

Zwischen Schule & Beruf

Papa ist der Beste

Die erste Nacht in einem neuen Zuhause ist überstanden. Nur das mit dem Eigenständig-Sein muss ich dann doch noch üben, irgendwann. Mein Umzug war nämlich alles andere als selbstständig, denn das Meiste musste doch Papa machen. Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich ohne ihn im Chaos versinken würde und heillos überfordert wäre. Was aber nicht bedeutet, dass ich bei Mails von Papa mit dem schönen Betreff „Wichtig – Plan für morgen“ oder „Sehr wichtig – Plan für morgen II“ nicht die Augen verdrehe. Das wird aber wohl in den nächsten Tagen abflauen. Es ist ja nicht so, als ob ich die Öffnungszeiten des Bürgeramtes nicht selbst nachschauen könnte.

Meine Eltern geben es zwar nicht zu, aber ich glaube, es macht ihnen zumindest momentan große Schwierigkeiten, alleine zu sein. Zwanzig Jahre sind eine wirklich lange Zeit und auch wenn meine Schwester und ich oft unterwegs waren, war uns doch immer klar, wo zu Hause ist. Und nun bin nach meiner Schwester auch ich ausgezogen. Meine Eltern sind sehr liberal und haben mir viel Freiraum gelassen. Nun sind sie es, die enorm viel Freiraum haben und sich vermutlich erst daran gewöhnen müssen, sich nicht mehr permanent um ihre Kinder kümmern zu müssen.

Bestätigt wurde ich, als sie mich am Abend meines Auszugs anriefen und am nächsten Morgen prompt vier weitere Nachrichten von ihnen aufblinkten.

Aber wie dem auch sei: So wirklich angekommen bin ich noch nicht in Heidelberg, da ich direkt nach dem Umzug erneut nach Berlin gefahren bin, um noch einmal Großstadtluft zu inhalieren. Das Wochenende verbrachte ich in Paderborn bei einer Veranstaltung, bei der ich mitarbeite. Erst seit Sonntagabend bin ich dauerhaft in meiner neuer Heimat.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  Oct 13, 2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
Oct 13, 2015