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Zwischen Schule & Beruf

Das achte Weltwunder

Gerade bin ich von einer Tour zum Milford Sound zurückgekommen, welcher von den Einheimischen auch als „das achte Weltwunder“ bezeichnet wird. Insgesamt haben mein Reisepartner und ich zwei Tage in dieser Gegend verbracht. Am ersten Tag waren wir schon wahnsinnig beeindruckt von den steilen Felswänden, die sich rechts und links von der kleinen Straße, auf der wir uns befanden, in unerreichbare Höhen aufbäumen. Nachdem wir den Homer Tunnel passiert hatten, bot sich uns ein unvorstellbarer Ausblick auf ein weites Tal mit kleinen Wasserfällen. Viel schöner kann es nicht werden, dachten wir.

Für den nächsten Tag war eine Boots-Tour geplant. Da in jedem Reiseführer steht, man habe Milford Sound nicht wirklich gesehen, wenn man nicht mindestens einmal auf dem Wasser gewesen ist, wollten wir uns dies keinesfalls entgehen lassen. Die Nacht vor der Tour haben wir zusammen mit gefühlt 1.000 Sandmücken im Auto verbracht. Wir schliefen jedoch nicht wie gut organisierte Backpacker hinten im Auto auf einer Matratze, sondern vorne auf den Sitzen. Die Rückenlehnen stellten wir so weit es ging zurück, packten unseren Schlafsack aus und versuchten eine Position zu finden, in der uns nicht alle 30 Minuten irgendein Körperteil einschläft. Am nächsten Morgen waren wir also nicht nur etwas geschlaucht, sondern mussten auch noch feststellen, dass unser Wecker nicht geklingelt hat. Wir hatten also verschlafen und kaum noch eine Chance, unser Boot für die bereits gebuchte und bezahlte Tour zu erwischen. Auf der Straße zur Ablegestelle waren dann, wie das Schicksal so spielt, natürlich nur viel zu langsam fahrende Autos vor uns. Als wir dann nach einer ohnehin schon nervenaufreibenden Fahrt an der Ablegestelle angekommen waren, sahen wir nur noch wie unser Boot gerade ohne uns den Hafen verließ. Nachdem wir der netten Dame am Schalter unsere Lage erklärt hatten, durften wir unsere Tour glücklicherweise gegen einen kleinen Aufpreis umbuchen und mit einem späteren Boot mitfahren.

Das schlechte Wetter an diesem Tag hat das ganze Szenario sogar nur noch schöner gemacht. Auf Grund des Regens haben sich bereits nach nur kurzer Zeit die ersten Wassermassen von den Felswänden gestürzt und den Anblick einfach überwältigend schön werden lassen. Nach unserem Ausflug zum Milford Sound kann ich also durchaus sagen, dass er seinen Spitznamen „das achte Weltwunder“ verdient hat.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  Feb 3, 2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
Feb 3, 2016

Zwischen Schule & Beruf

Angekommen im Paradies - Teil 2

Ich startete also mit einem Freund die Tour in den Abel Tasman Nationalpark. Mit positiver Energie beladen ging es mit dem Wassertaxi in eine abgelegene Bucht, von der aus wir zurück zum Ausgangspunkt gewandert sind. Unterwegs stoppte das Boot bei der einen oder anderen Sehenswürdigkeit und wir konnten unter anderem Robben in freier Wildbahn beobachten, bevor die Wanderung starten sollte.

Wandern war ehrlich gesagt nie mein Ding, doch seit ich hier in Neuseeland bin, kann ich mich dafür so sehr begeistern, dass ich doch tatsächlich fast an jedem Ort an dem wir Halt machen, eine kleine Wanderung unternehme. Die Gründe dafür sind eindeutig die Landschaft und die grandiosen Ausblicke! Außerdem sind die Wanderwege meist etwas abgelegen, sodass man in diese Gegenden wirklich nur zu Fuß kommen kann, was ein weiterer Ansporn für mich ist. Die Tour in Abel Tasman ist ein gutes Beispiel. Wir konnten hier fast durchgängig tolle Ausblicke auf den goldgelben Strand und das glasklare blaue Wasser genießen. Solch paradiesische Strände habe ich zuvor noch nie gesehen. Nach diesem Vorgeschmack wollten wir unbedingt etwas mehr Zeit am Meer verbringen und beschlossen, am nächsten Tag eine Kajaktour zu unternehmen.

Eigentlich wollten wir eine dieser geführten Touren buchen, bei denen man in einer Gruppe zu den sehenswertesten Stellen fährt. Da diese Touren jedoch sehr touristisch und darum auch relativ teuer sind, und wir mit dem Wassertaxi bereits die meisten sehenswerten Stellen abgeklappert hatten, kam uns das unnötig vor. Das Kajakfahren wollten wir uns aber trotzdem nicht entgehen lassen. Unsere Glückssträhne war wohl noch nicht ganz ausgereizt, denn die alte Dame, bei der wir unterkamen, hatte doch tatsächlich ein Kajak für zwei Personen in ihrem Schuppen, welches sie uns bereitwillig zur Verfügung stellte. Wir konnten also unsere eigene Kajaktour machen, hinfahren wo auch immer wir hin wollten und dort anhalten und Pause machen, wo es uns gefiel. Und das Ganze auch noch kostenlos.

Somit verbrachten wir einen zweiten perfekten Tag im Paradies. Der Ausflug nach Abel Tasman gehört bis jetzt eindeutig zu meinen schönsten Erlebnissen in Neuseeland. Die Erfahrungen, die ich dort gesammelt habe, werde ich so schnell nicht vergessen.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 29, 2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
Jan 29, 2016

Zwischen Schule & Beruf

Angekommen im Paradies

Nachdem ich die Weihnachtsfeiertage ohne meine Familie und die geliebten deutschen Weihnachtstraditionen so gut es ging hinter mich gebracht hatte, sollte meine Reise möglichst bald weiter gehen. Als nächstes Ziel stand der „Abel Tasman Nationalpark“ auf dem Programm, welcher sich ganz im Norden der Südinsel Neuseelands befindet. Diese Tour machte ich diesmal in Begleitung eines Reisepartners aus den Staaten. Billy und ich hatten uns beim Trampen kennengelernt und auf Anhieb gut verstanden. Somit haben wir relativ spontan beschlossen, die nächsten Tage gemeinsam weiter zu reisen. Genauso spontan wie dieser Entschluss fiel, haben wir uns dann auch auf den Weg gemacht.

In Abel Tasman angekommen, wollten wir möglichst schnell in einem Hostel oder auf einem Campingplatz einchecken um unsere schweren Rucksäcke loszuwerden und etwas unternehmen zu können. Blöderweise wurden wir von einem zum Hostel zum nächsten weitergeschickt, da alle ausgebucht waren. Dieses Spielchen hat sich so lange fortgesetzt, bis doch tatsächlich kein Hostel oder Campingplatz mehr übrig war und wir absolut nicht mehr wussten, wo wir übernachten sollten. Wir wollten auf keinen Fall einfach wieder zurück fahren, ohne irgendeinen Ausflug gemacht zu haben. Während wir also die Straße entlang liefen und überlegten, was wir nun machen sollten, bemerkte ich eine alte Dame, die in ihrem Vorgarten saß. Ohne lange darüber nachzudenken erklärte ich ihr unsere Lage. Ich hoffte, dass wir vielleicht unser Zelt in ihrem Garten aufstellen dürften, doch es kam noch besser. Die alte Dame lud uns direkt zu sich ein. Sie hatte in ihrem Garten doch tatsächlich eine kleine Hütte mit Gästebetten. Sie bot uns an, unsere Sachen abzustellen und die Nacht dort zu verbringen.

Wir waren mehr als glücklich, unsere schweren Rucksäcke abstellen zu können, einen Platz zum Schlafen gefunden zu haben, der auch noch besser war als jedes Hostel. Wieder einmal waren wir total überwältigt von der Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit der Neuseeländer.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 28, 2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
Jan 28, 2016