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Zwischen Schule & Beruf

Jobsuche in Sydney

Nachdem ich drei Monate lang durch Neuseeland gereist bin, wird es eigentlich langsam Zeit, meinen Kontostand wieder etwas aufzupäppeln. Inzwischen bin ich jedoch schon seit gut zwei Wochen in Sydney und habe noch immer keinen Job gefunden, der meinen Erwartungen entspricht – und die sind nicht mal besonders hoch. Mir ist vorerst relativ egal, was ich genau machen müsste. Wichtig ist nur, dass ich so bald wie möglich anfangen und so oft wie möglich arbeiten kann, damit ich genug Geld verdiene, um bald wieder weiterreisen zu können.

Als erstes habe ich mich im Internet nach Stellenausschreibungen umgeschaut und mich online für verschiedene Jobs beworben. Von circa 90 Prozent der Arbeitgeber habe ich allerdings nicht einmal eine Rückmeldung erhalten. Die restlichen zehn Prozent waren Absagen. Mir wurde schnell bewusst, dass ich über diesen Weg vermutlich keinen Job finden werde, also habe ich mich, ausgestattet mit meinem Lebenslauf, auf den Weg in die Stadt gemacht und direkt bei Restaurants, Cafés, Bars und Klamottenläden nachgefragt, ob momentan eine Aushilfe gesucht wird. Leider schienen viele der Läden gerade erst Leute eingestellt zu haben und benötigten daher keine weiteren Aushilfen. Falls doch mal jemand Interesse zeigte, war dieses direkt verflogen, nachdem ich ihnen erklärte, dass ich nur zwei Monate in Sydney bleiben würde. Ich kann natürlich verstehen, dass es sich für viele Arbeitgeber nicht wirklich lohnt, jemanden einzuarbeiten, der nach so kurzer Zeit wieder geht. Da ich insgesamt aber nur sechs Monate in Australien habe, möchte ich natürlich nicht zu viel Zeit mit Arbeiten verbringen, sondern auch so viel wie möglich vom Land sehen.

Von den etwa 15 Läden, in denen ich nach einem Job gefragt habe, nahmen jedenfalls nur zwei meinen Lebenslauf entgegen und versprachen, sich bei mir zu melden. Ich bin gespannt, ob ich wirklich eine Antwort erhalte, oder ob sie mich damit nur vertrösten wollten. Die Suche nach einem Job geht also vorerst weiter.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 28, 2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
Apr 28, 2016

Zwischen Schule & Beruf

Auf ins nächste Abenteuer

Auch wenn ich ein wenig traurig drüber bin, dass ich Neuseeland hinter mir lassen musste, so bin ich doch auch schon sehr gespannt, was das nächste halbe Jahr in Australien mit sich bringen wird. Ich merke richtig, wie mich die letzten Monate persönlich weiter gebracht haben. Diesmal bin ich gar nicht mehr so aufgeregt, obwohl ich erneut ganz alleine in ein fremdes Land reise, vielmehr freue ich mich auf das nächste Abenteuer. Natürlich habe ich mich damals auch auf Neuseeland gefreut, aber ich merke, dass ich heute viel entspannter und sorgenfreier bin. In Sydney am Flughafen angekommen, wusste ich diesmal auch direkt was zu tun ist. Ich habe mir eine australische Handykarte zugelegt und australische Dollar bei der Bank abgehoben, sodass ich mich gut ausgerüstet auf den Weg zu meiner Unterkunft machen konnte. Auch hier werde ich, so oft es geht, Couchsurfing betreiben, und zu meinem Glück hat mich mein Gastgeber direkt am Flughafen abgeholt. Sein Mitbewohner und er haben mir am gleichen Abend noch einen der Stadtstrände gezeigt und sind mit mir Fish and Chips essengegangen. Alles in allem also ein ziemlich guter Start.

Hier in Australien ist es deutlich wärmer und auch die Luftfeuchtigkeit ist höher. Aber an das Klima werde ich mich sicher schnell gewöhnen. Generell liebe ich den Sommer und habe kein Problem mit hohen Temperaturen – ganz im Gegenteil! Dieses Wetter schreit geradezu nach gemütlichen Tagen am Strand und Outdoor-Aktivitäten. In Neuseeland gibt es zwar auch wunderschöne Strände, doch leider war es meist etwas zu kalt, um dann tatsächlich schwimmen zu gehen. In Australien kommt dann schon eher die typische Sommerurlaubsstimmung auf. Nach einem vielversprechenden Start bin ich nun schon sehr gespannt auf die kommenden Wochen.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 25, 2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
Apr 25, 2016

Zwischen Schule & Beruf

Neuseeland Rückblick

Die drei Monate, die ich in Neuseeland verbracht habe, sind wie im Flug vergangen. Ich kann kaum glauben, dass ich dieses schöne Land und all meine neuen Freunde nach so kurzer Zeit schon wieder verlassen muss. Dieser Abschied fällt mir sogar schwerer als der Abschied von Zuhause. Das hat nichts damit zu tun, dass ich meine Freunde und Familie in Deutschland weniger vermisse als meine neu gewonnenen Freunde in Neuseeland, sondern ganz einfach damit, dass ich weiß, dass ich meine Familie und Freunde daheim auf jeden Fall wieder sehen werde. Mit Neuseeland ist es anders. Ich weiß nicht, ob oder wann ich überhaupt nochmal zurückkommen werde. Ich weiß nicht, ob ich all die Leute, die ich hier kennengelernt habe, jemals wieder sehen werde. Dieser Abschied fühlt sich endgültig an. Neuseeland ist eben nicht gerade um die Ecke, um mal eben schnell für einen zweiwöchigen Sommerurlaub dorthin zu fliegen.

Manchmal erinnere ich mich daran zurück, wie deprimiert ich nach dem Abitur war, weil ich keinen Studienplatz bekommen hatte. Heute bin ich einfach nur unglaublich dankbar, dass ich an keiner Uni angenommen wurde und diese Chance, ans andere Ende der Welt zu reisen, nicht verpasst habe. Die Erfahrungen, die ich hier gesammelt habe, sind für mich so viel mehr wert, als möglichst früh mit dem Studium fertig zu werden. Meiner Meinung nach ist direkt nach der Schule wirklich der perfekte Zeitpunkt für ein solches Abenteuer. Schließlich kann man nicht wissen, ob man jemals wieder so frei und unbeschwert auf Reisen gehen kann.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 19, 2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
Apr 19, 2016