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Zwischen Schule & Beruf

Abstecher zur Gold Coast

Nachdem ich acht Tage lang für eine Telemarketing-Agentur gearbeitet hatte, war ich den Job auch schon wieder los. Das Unternehmen war gerade erst in der Aufbauphase und es gab keine regelmäßigen Aufträge. Mein Chef musste also feststellen, dass er die Kosten für einen weiteren Mitarbeiter momentan nicht tragen kann. Einerseits ist das natürlich blöd für mich, anderseits bin ich aber auch relativ froh, den Job nicht mehr länger machen zu müssen.

Das Gute ist, dass ich mit dem Lohn von acht Tagen die kompletten Kosten des letzten Monats decken konnte. Und wie man so schön sagt: „Wo die eine Tür sich schließt, öffnet sich eine neue“. Genau so war es dann auch. Ich habe von einem Mädchen einen Flug zur Gold Coast, einer Stadt an der Südküste von Queensland, „geschenkt“ bekommen. Sie hatte bereits alles gebucht, konnte die Reise aber dann aus persönlichen Gründen nicht antreten und hat mir ihre Flugtickets kostenlos weitergegeben. Da ich schon viel zu lange in Sydney war, habe ich die Chance direkt ergriffen und bin spontan nach „Surfers Paradise“ geflogen. Es tat richtig gut, mal wieder aus der Großstadt rauszukommen und einen anderen Teil von Australien entdecken zu können. Während in Sydney allmählich der Herbst anbricht, herrschten an der Gold Coast noch sommerliche Temperaturen. Die Gegend hat so einiges zu bieten. Eine Reihe riesiger Gebäude zieht sich direkt am Strand entlang und von meinem höher gelegenen Apartment aus hatte ich abends einen wunderschönen Blick auf das Meer und die Stadt. Ich habe meine Woche hier auf alle Fälle in vollen Zügen genossen.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  May 12, 2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
May 12, 2016

Zwischen Schule & Beruf

Niemals ein Bürojob

Nachdem ich drei Wochen lang nach einem Job in Sydney gesucht habe, bin ich endlich fündig geworden. Der Job ist nicht ganz das, was ich erwartet hatte, und ich niemals auf die Idee gekommen, dass ich einen solchen Job in Australien tatsächlich jemals machen würde, aber da sich die Jobsuche als schwieriger herausgestellt hat als erwartet, kann ich nicht wählerisch sein. Ich ging davon aus, irgendwo zu kellnern oder auf einer Farm zu arbeiten – typische Backpacker-Jobs eben. Doch jetzt arbeite ich in einem Büro im Telemarketing-Bereich. Das bedeutet, ich rufe potenzielle Kunden an und versuche ihnen unsere Produkte zu verkaufen – in meinem Fall mache ich Werbung für eine Reinigungsfirma. Klingt unspektakulär, ist es auch. Nach nur drei Arbeitstagen kann ich mit Sicherheit sagen dass ich so einen Job nicht mein Leben lang machen würde. Ich sitze fünf Stunden am Tag am Telefon und tätige einen Anruf nach dem anderen. Dabei sind etwa 90 Prozent der Leute kein bisschen interessiert und es kommt nicht selten vor, dass einfach aufgelegt wird. Ich nehme das allerdings keinem übel, da ich wahrscheinlich genauso reagieren würde. Das einzig Gute neben dem Verdienst ist, dass es eine Herausforderung ist, die Leute auf Englisch zu überzeugen und ich hoffe, dass mich diese Arbeit sprachlich ein bisschen weiterbringt.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  May 3, 2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
May 3, 2016

Zwischen Schule & Beruf

Was andere so machen

Nach sechs Monaten im Ausland interessiert es mich zu sehen, wie meine Freunde die Zeit nach dem Abitur verbracht haben:

Da wäre zunächst eine Freundin, die inzwischen im zweiten Semester Biologie studiert. Bio ist nichts für Lernmuffel, denn in den ersten Semestern wird meiner Freundin nach knallhart aussortiert und an den komplizierten Namen aller möglichen Insekten kann man sich ganz schön die Zähne ausbeißen. Nur wer gut auswendig lernen kann, hält das erste Semester anscheinend durch. Im zweiten darf man dann aber neben Vorlesungen über Algen und Pilze auch mal raus an die frische Luft. Im Wald und auf der Wiese werden Arten am lebenden Exemplar kennen gelernt.

Sehr praktisch geht es auch im dualen Studium einer anderen Freundin zu. Sie macht eine Ausbildung zur Physiotherapeutin und studiert berufsbegleitend Gesundheitswissenschaften. Dabei lernt sie neben sehr viel medizinischem Hintergrundwissen auch, wie man richtig massiert. Und ich sage euch – diese Eins hat sie wirklich verdient. Sie überraschte mich sehr, als sie mich fragte, ob ich eine Babypuppe habe, die sie sich von mir leihen könne. Sie erklärte mir, dass sie im Unterricht momentan pädiatrische Themen besprechen und unter anderem lernen, wie man mit Babys umgeht, sie richtig hält oder wickelt.

Insgesamt fällt mir auf, dass eigentlich noch nicht viele meiner Freunde studieren. Die meisten waren wie ich im Ausland und überbrücken die Zeit bis zum Wintersemester mit Minijobs. Ich halte das für eine gute Lösung, so hat man nach der Schule eine kleine Verschnaufpause und etwas Zeit sich darüber klar zu werden, wohin man wirklich will.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  May 2, 2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
May 2, 2016