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Zwischen Schule & Beruf

Mehr Glück bei der Jobsuche in Brisbane

Inzwischen bin ich in Brisbane angekommen, wo ich mich auch schon wieder von meinem Wegbegleiter verabschieden musste. Seine Reise ging weiter Richtung Fiji, während ich mich erst mal wieder auf Jobsuche begab. Irgendwie ist es wirklich schade, dass sich die Wege immer gerade dann trennen, wenn man anfängt, sich richtig kennenzulernen.

Nachdem es in Sydney ganze drei Wochen gedauert hatte, bis ich endlich einen Job gefunden hatte, sollte ich diesmal mehr Glück haben. Ich bewarb mich wirklich für jeden erdenklichen Job, der auch nur annähernd infrage kam, um die Chance auf eine Rückmeldung zu erhöhen. Und tatsächlich: Noch am selben Tag, an dem ich meine Bewerbungen abgeschickt hatte, wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Da ich unzählig viele Bewerbungen verschickt hatte, wusste ich zunächst ehrlich gesagt überhaupt nicht, um welchen Job es dabei ging. Es stellte sich heraus, dass ich bei einer Fundraising-Agentur gelandet war. Nachdem ich mich für meinen Telemarketing-Job eher weniger begeistern konnte, war ich nicht ganz sicher, was ich davon halten sollte. Meine Aufgabe ist es, von Tür zu Tür zu laufen und zu versuchen, Leute dafür zu begeistern, ein benachteiligtes Kind in Asien oder Afrika zu sponsern. Irgendwie klang das auf den ersten Blick nicht so prickelnd. Da ich inzwischen genau weiß, dass man hier bei der Jobsuche nicht wählerisch sein darf, habe ich dennoch zugesagt.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  Jun 9, 2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
Jun 9, 2016

Zwischen Schule & Beruf

Von Sydney bis nach Brisbane

Da ich in Sydney und Umgebung inzwischen alles gesehen habe, was ich sehen wollte, wurde es Zeit weiterzuziehen. Wie es der Zufall so wollte habe ich einen deutschen Backpacker kennengelernt, der fast die selbe Reiseroute wie ich geplant hatte. Er wollte mit seinem Campervan die Ostküste von Sydney bis nach Brisbane hochreisen. Das passte mir perfekt in meinen Plan und ich beschloss mich ihm anzuschließen. Dank eigenem Auto waren wir völlig flexibel. Das war mein erster richtiger Roadtrip in Australien und ich muss sagen, das Reisen im Campervan ist doch die beste Variante, um ein Land zu erkunden. Man muss sich zwar von jeglichem Luxus verabschieden, doch bringt es viele Vorteile mit sich.

Einer der größten Vorteile ist wohl, dass man im Auto schlafen kann und somit viel Geld spart. Mit Hilfe der App „WikiCamps“ kann man viele kostenlose Campingplätze in Australien finden, die zwar eher spartanisch ausgestattet sind, jedoch immerhin Toiletten bieten. Geduscht wird morgens unter einer Stranddusche. Das Wasser ist zwar super kalt, aber nach dieser Abkühlung ist man auf jeden Fall wach und bereit, in den Tag zu starten. Während der knapp zwei Wochen, die wir unterwegs waren, mussten wir nicht ein einziges Mal einen kostenpflichtigen Campingplatz anfahren, sodass wir lediglich Ausgaben für Essen und Sprit hatten. Die circa 930 km lange Strecke besticht mit atemberaubenden Stränden, süßen Küstenstädten und verlassenen Nationalparks. Wir hatten eine tolle Zeit, die mir mal wieder gezeigt hat, wie glücklich ich mich schätzen kann, durch dieses wunderschöne Land zu reisen.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  May 31, 2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
May 31, 2016

Zwischen Schule & Beruf

Lehrer spielen

Normalerweise hasse ich es, Vorträge zu halten. Ich werde immer total nervös und meine Hände fangen an zu zittern. So war das zumindest in Schulzeiten bei jedem Referat. Komischerweise war es diesmal aber anders. Als ich den Schülern meiner früheren Spanischlehrerin in einer Unterrichtsstunde etwas über Bolivien erzählte, war ich seltsamerweise gar nicht nervös. Ich hatte am Abend zuvor eine kleine PowerPoint-Präsentation mit Bildern erstellt und mir Arbeitsaufträge überlegt. Eine einfachere für die achten Klassen und eine schwerere Aufgabe für die zehnten. Die Achtklässler durften auf meine Beschreibung hin eine Cholita, eine traditionell gekleidete bolivianische Frau zeichnen, die wir hinten im Klassenraum aufhängten. Für die Zehntklässler hatte ich ein Arbeitsblatt mit Texten bolivianischer Kinderarbeiter erstellt. Die Klasse sollte sich in drei Gruppen aufteilen und je einen Text besprechen. Jeweils ein Schüler sollte anschließend den Standpunkt seiner Gruppe vor der Klasse vorstellen.

Die Schüler zeigten ehrliches Interesse an meinem Vortrag, stellten Fragen und beteiligten sich am Unterricht. Zum Schluss sang ich mit ihnen gemeinsam noch ein folklorisches Lied. Letztendlich hat es mir sehr viel Spaß gemacht und auch meine ehemalige Spanischlehrerin lobte meine Präsentation. Als ich nach Hause ging, fühlte ich mich selbst ein bisschen wie eine Lehrerin. Bislang dachte ich immer, dass ich aufgrund meiner Vortragsangst auf keinen Fall das Zeug zur Lehrerin hätte, aber jetzt könnte ich mir schon vorstellen, selbst vor einer Klasse zu stehen.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  May 20, 2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
May 20, 2016