interaktiv

Zwischen Schule & Beruf

Aufnahmeverfahren in Freiburg

Autor:
Lea

Rubrik:
orientieren

12.08.2016

Als ich zur Eignungsprüfung nach Freiburg eingeladen wurde, traf ich mich mit meinem ehemaligen Mitvolontär aus Bolivien, der mir einen Schlafplatz anbot. Wir diskutierten über alle möglichen aktuellen politischen Themen und erinnerten uns an die gemeinsame Zeit in Bolivien – das war toll.
Am Tag darauf musste ich bereits vormittags in der Uni sein, wo ich meine Auswahltests schreiben sollte. Dort traf ich erneut auf alte Bekannte: Einige Mitbewerber aus Eichstätt hatten sich wie ich ebenfalls in Freiburg beworben. Ich spekulierte mit zwei Mädchen aus meiner Prüfungsgruppe in Eichstätt, was wohl in den Tests gefragt werden würde. Anders als an der katholischen Universität, wo wir eine Erörterung schreiben und anschließend im Gruppengespräch Fragen beantworten sollten, wurden wir hier mit zwei Multiple-Choice-Tests zum Thema Französisch und Politik konfrontiert. Diese Tests stellten sich als sehr schwer heraus. Im ersten Test ging es um komplizierte Ausnahmen der französischen Grammatik sowie eine Leseverstehensübung. Der Politik-Test beschäftigte sich unter anderem mit Wissensfragen über politische Institutionen.
Bis zur Bekanntgabe der Testergebnisse am späteren Nachmittag verbrachte ich den Tag mit drei Mitbewerberinnen im Park. Als eine von ihnen ihre E-Mails überprüfte, fiel ihr auf, dass sie eine Zulassung aus Eichstätt erhalten hatte. Daraufhin schauten wir natürlich alle nach. Und tatsächlich: Es befand sich auch in meinem Postfach eine E-Mail mit dem Betreff „Zusage“. Von dem Moment an waren mir die Testergebnisse in Freiburg ziemlich egal, schließlich möchte ich sowieso lieber nach Eichstätt. Ich werde also im Oktober dort mein deutsch-französisches Studium der Politikwissenschaften aufnehmen.

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