interaktiv

Zwischen Schule & Beruf

Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere

Autor:
Nadine

Rubrik:
orientieren

14.09.2016

Nach der ersten spaßigen Woche als Spendeneintreiberin mit einem ziemlich coolen Team aus lauter Gleichaltrigen, ging es für mich in der zweiten Woche mit einem neuen Team erneut auf einen Roadtrip. Diesmal waren alle Mitglieder um einiges älter als ich und der Fokus lag nur auf der Arbeit. An den Feierabenden, die zuvor das Highlight des Tages bildeten, hat sich diesmal jeder mehr oder weniger zurückgezogen. Mit Spaß hatte das ganze absolut gar nichts mehr zu tun. Ich habe angefangen, mich etwas einsam zu fühlen und gemerkt, dass mich der Job zunehmend unglücklich macht. An dieser Stelle ist dann sogar das erste Mal seit längerer Zeit wieder etwas Heimweh aufgekommen.
Zu allem Überfluss sollte dieser Trip auch noch nicht nur eine Woche andauern, sondern über einen unbestimmten längeren Zeitraum gehen, worüber ich im Voraus nicht informiert wurde. Dies hat wohl auch dazu beigetragen, dass ich mich nach langer Überlegung dazu entschieden habe, eigenständig zurück nach Brisbane zu fahren und den Job hinter mir zu lassen. Anfangs hatte ich Angst, ich könnte danach von mir selbst enttäuscht sein, weil ich aufgegeben habe. Aber im Endeffekt ist mir meine Zeit hier einfach zu kostbar, als dass ich sie mit etwas verschwenden möchte, das mich unglücklich macht. Die zweieinhalb Wochen, die ich jetzt gearbeitet habe, haben mich zwar mit Sicherheit nicht reich gemacht, werden mich allerdings, da ich sehr sparsam reise, in etwa die nächsten ein bis zwei Monate über die Runden bringen.
Mit einem frisch aufgestockten Kontostand kann es also guten Gewissens weiter Richtung Norden gehen. Entgegen meiner Erwartung erwies es sich als recht schwierig, jemanden zum Weiterreisen zu finden. Allerdings war das auch nicht weiter schlimm, denn wo sich eine Tür sich schließt, öffnet sich bekanntlich eine andere. So kam es, dass sich fast drei Wochen nachdem ich mich für einen Flyerverteil-Job beworben hatte, doch noch jemand bei mir meldete, um mir den Job anzubieten.

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