interaktiv

Zwischen Schule & Beruf

Eine andere Welt

Autor:
Nadine

Rubrik:
orientieren

20.01.2017

Die Höhepunkte der vergangenen Wochen dürften schwer zu toppen sein – sollte man jedenfalls meinen. Aber das gilt nicht für Australien. Inzwischen bin ich in Cairns angekommen. Die Stadt ist verglichen mit Sydney und Brisbane wirklich klein – keine Hochhäuser, keine großen Hauptstraßen und alles ist sehr überschaubar. Dafür ist es dort aber tropisch warm, viele Aborigines prägen die Stadt und das berühmte Great Barrier Reef liegt quasi direkt vor der Haustür. Genau hier wollte ich mir einen lang ersehnten Wunsch erfüllen.
Nach großem Hin und Her hatte ich endlich einen Tauchkurs gebucht, an dessen Ende ich einen Tauchschein in der Hand hielt. Der Kurs selbst dauerte fünf Tage, von denen wir zwei in Cairns in der Tauchschule und im Klassenzimmer verbrachten sowie drei auf einem kleinen Boot mitten im Great Barrier Reef. Nachdem wir die Theorieprüfung erfolgreich bestanden hatten und fleißig im Pool unter anderem verschiedene Atemtechniken zum Druckausgleich geübt hatten und, wie man unter Wasser das Wasser aus der Brille entfernt, ging es endlich raus aufs offene Meer. Ich war total gespannt auf die Unterwasserwelt, da ich bis jetzt immer nur schnorcheln war. Beim ersten Tauchgang war mir noch etwas mulmig zu Mute, vor allem als ich mich etwa 18 Meter tief unter der Meeresoberfläche befand, nach oben schaute und einfach kein Ende sehen konnte. Man gewöhnt sich jedoch recht schnell an den Gedanken und ist ohnehin so viel mit Atmung und Gucken beschäftigt, dass man kaum Zeit dafür hat, sich Sorgen zu machen.
Insgesamt hatten wir neun Tauchgänge an verschiedenen Spots am Riff. Einer der absoluten Höhepunkte war wohl der Nachttauchgang, bei dem wir neben zahlreichen großen Schildkröten auch einen Hai gesehen haben. Die Unterwasserwelt mit ihrer Artenvielfalt und den bunten Korallen eröffnete mir völlig neue Perspektiven. Dementsprechend war der ganze Tauchkurs für mich sehr spannend und sein Geld auf jeden Fall wert. Zum Great Barrier Reef an sich muss man jedoch sagen, dass bereits ein großer Teil zerstört ist. Dass das Riff durch zahlreiche Faktoren wie zum Beispiel den Klimawandel bedroht wird, ist wohl allgemein bekannt. Für mich war es dennoch schockierend, den Schaden, etwa großflächige Korallenfriedhöfe, mit eigenen Augen zu sehen.

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