interaktiv

Zwischen Schule & Beruf

Perspektivwechsel

Autor:
Nadine

Rubrik:
orientieren

28.04.2017

Nach 20 unfassbar genialen Tagen in Indonesien ging es für mich zurück nach Australien und somit auch in den Endspurt meiner Reise, denn in nur etwas mehr als einem Monat werde ich schon im Flieger zurück nach Deutschland sitzen. Noch ist mein Abenteuer aber nicht vorbei, viel mehr wartet eine neue Stadt auf mich.
In Melbourne angekommen hat mich jedoch erst mal eine leichte Frustration gepackt. Hier ist momentan Winter und auch wenn ich mich in Australien befinde, kann es hier im Süden doch ziemlich frisch werden. Nach etwa acht Monaten durchgängigem Sommer fühlen sich knackige acht Grad umso kälter an.
Früher war ich immer ein absoluter Stadt-Mensch. Allein der Gedanke jetzt in Melbourne zu sein, hätte mich vermutlich mit Euphorie und Tatendrang erfüllt. Noch vor einem halben Jahr hätte ich einen Städtetrip mit Sicherheit jedem Outdoor- oder Wanderurlaub vorgezogen. Denn im Gegensatz zu meinem Heimatort werden dort eben nicht schon um 20 Uhr die Bordsteine hochgeklappt. Große Städte sind aufregend und schlafen ja bekanntlich nie – wie gemacht für junge Leute eben. Auch heute bin ich natürlich immer noch gerne in Großstädten unterwegs und weiß deren Vorteile auch nach wie vor zu schätzen.
Allerdings habe ich während meiner Reise gerade die kleineren Fleckchen und Orte lieben gelernt. Manchmal hat man das Gefühl, dass es die Menschen in Städten immer eilig haben, jeder ist mit seinem eigenen Kram beschäftigt, keiner grüßt und wieso auch? Man kennt sich ja nicht. Früher hätte ich das alles ganz normal gefunden. Manchmal muss man erst mal eine andere Lebensweise kennenlernen, um die eigene mit anderen Augen sehen zu können.
Nach dem sorgenfreien, entspannten, bunten Inselleben auf Bali kommt mir Melbourne momentan gar nicht so reizvoll vor. Viele Backpacker schwärmen sehr von dieser Stadt und schwören darauf, dass es die schönste in Australien sei. Mir ist momentan allerdings eher nach neben die Heizung kuscheln, Tee trinken und Serien schauen, woran das Wetter allerdings nicht ganz unbeteiligt ist.

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