interaktiv

Zwischen Schule und Beruf

Nachhaltigkeit

Autor:
Nina

Rubrik:
orientieren

10.09.2018

Ich weiß nicht mehr, wann es bei mir so richtig Klick gemacht hat und ich angefangen habe, über mich und meinen ökologischen Fußabdruck nachzudenken.
Seit vergangenem Jahr lebe ich gemeinsam mit meinem Freund vegan. Anfangs war es nur eine „Challenge“ während der Fastenzeit, keine ernst gemeinte Lebensumstellung. Während dieser Zeit haben wir uns viel informiert, uns Dokumentationen angeschaut und mit ersten Diskussionen umgehen müssen. Die meisten Menschen reagieren mit einer Abwehrhaltung und nicht mit ernsthaftem Interesse auf unsere Lebensweise.
Doch je mehr wir uns mit dem Thema beschäftigten, desto ernsthafter wurde es uns damit und wir wollten es auch auf andere Lebensbereiche über die Ernährung hinaus ausweiten. Wir versuchten nun auch, weniger Plastik zu nutzen, weniger Müll zu produzieren und auf die Herkunft unserer Klamotten und Nahrungsmitteln zu achten.
Dennoch frage ich mich: Mache ich genug? Warum machen alle anderen so wenig? Warum interessiert scheinbar niemanden, was mit der Welt um uns herum passiert? Wir leben so verschwenderisch, essen jeden Tag Fleisch, kaufen in Plastik verpacktes Gemüse und beschweren uns über steigende Milchpreise, weil die armen Bauern vorm Bankrott stehen. Das finde ich sehr traurig!
Doch es bringt nichts, sich darüber aufzuregen. Ich kann nur mich selbst verändern. Kann ich mit gutem Gewissen so weiterleben, wie ich es gerade tue? Was kann ich noch verändern? Wo kann ich mich selbst noch verbessern? Kleinigkeiten können schon viel ausrichten. Zum Beispiel mal keinen Strohhalm für den Cocktail zu nehmen. Oder beim nächsten Einkauf einfach mal die Plastiktüte für das Obst und Gemüse wegzulassen.

 

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