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100 erste Tage an der Uni

Stura

Autor:
Bo

Rubrik:
studium

26.11.2015

Wie ich bereits in meinen letzten Texten berichtet habe, bin ich Mitglied in der Jura-Fachschaft. Dort bin in Kontakt mit dem Studentischen Rat (Stura), der Vertreter verschiedener Fachbereiche vereint. Philosophie, Medizin, BWL und viele andere Fakultäten, aber auch die politischen Gruppen wie die Jusos (Jungsozialisten) oder der RCDS (Ring christlicher demokratischer Studenten) treffen verschiedene Entscheidungen, die die Studierenden und die Universität betreffen.

Meine Erfahrungen mit dem Stura waren sehr interessant. Zuerst einmal kam ich mit Menschen aus der Fachschaft zusammen und wir sprachen gemeinsam die Punkte durch, über die in der Sitzung geredet werden sollte und wie unsere Position dazu ist. Die Sitzung fing um acht Uhr abends an, und da ich schon gehört hatte, dass sie relativ lang dauern würde, war ich bewaffnet mit Süßigkeiten und Getränken. Die Juristen waren in großer Zahl anwesend, während andere Fakultäten deutlich weniger Vertreter vor Ort hatten. Zu Beginn der Diskussion kamen schnell viele unterschiedliche Vorstellungen zusammen und wir mussten uns an einen Tisch setzen und einen Konsens finden. Die Vergabe der Hochschulgelder war ein hochbrisantes Thema und auch deutlich nach Mitternacht kamen wir zu keiner wirklichen Lösung. Es wurden Arbeitskreise gegründet, neue Bedingungen gestellt und immer wieder neue Ideen aufgeworfen, welche dann wieder diskutiert wurden. Zwischendurch wurden auch neue Stura-Vorsitzende gewählt, da der bisherige Vorsitzende aus privaten Gründen kurzfristig sein Amt aufgegeben hatte.

Um zwei Uhr morgens waren wir schließlich mit den zu besprechenden Punkten fertig.

Mein bisheriger Eindruck ist, dass es sehr wichtig ist, eine solche Austauschmöglichkeit für alle Fakultäten zu schaffen. Leider werden bei solchen Veranstaltungen viele Menschen sehr schnell emotional und viele Diskussionen drehen sich meiner Meinung nach irgendwann nur noch um sich selbst. Dennoch habe ich mich entschieden, mich weiter im Stura zu engagieren, um über den Tellerrand hinaus zu blicken und mehr Kontakt zu Nicht-Juristen zu finden.

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