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Studentenleben live

Die Suche nach der Grünen Soße

Autor:
Rose

Rubrik:
studium

31.03.2016

Das Schöne an Berlin ist, dass die Stadt so international ist. Egal aus welchem Land man kommt, man findet eigentlich immer ein Restaurant, das die typischen Gerichte anbietet, oder einen Supermarkt, der die entsprechenden Zutaten zum Selberkochen im Sortiment hat. Schwieriger wird es bei regionalen Spezialitäten aus anderen Teilen Deutschlands, wie zum Beispiel aus Baden-Württemberg. Spätzle zu bekommen ist noch relativ einfach, doch Maultaschen oder Butterbrezeln zu finden, gestaltet sich dann doch mühsamer. Auch Menschen aus Hessen haben es nicht leicht, besonders am Gründonnerstag. Denn in Hessen gibt es dort traditionell Grüne Soße mit Kartoffeln, hartgekochten Eiern und dazu wahlweise Fleisch oder Fisch. Wie die „richtige“ Grüne Soße gemacht wird, ist natürlich umstritten und es gibt viele Varianten. Einig ist man sich in Hessen nur darüber, dass sieben ausgewählte Kräuter mit saurer Sahne, Schmand oder Joghurt gemischt und mit Gewürzen (Pfeffer, Salz, Senf, Zucker) abgeschmeckt werden. Doch wo bekommt man in Berlin so seltene Kräuter wie Sauerampfer und Pimpinelle, Borretsch oder Kerbel? Und am besten schon im richtigen Mengenverhältnis in Papier gerollt?

Nach ausgiebiger Recherche im Internet kam ich zu folgendem Ergebnis: Entweder man geht in eines der hessischen Restaurants und leistet sich eine professionell hergestellte Soße oder man kauft die fertige Tiefkühlmischung, die eine große Supermarktkette im Sortiment haben soll. Leider konnte ich die Mischung im Supermarkt nicht finden, vielleicht waren zu viele Hessen mit Heimweh vor mir dort. Dafür gab es eine „acht- Kräuter-Mischung“ inklusive Dill. Ob Dill überhaupt hinein gehört, ist eine der am heftigsten diskutierten Fragen zum Thema Grüne Soße, aber mir blieb nichts anderes übrig und tatsächlich kam das Ergebnis der „echten“ Grünen Soße recht nah. Vielleicht finde ich ja nächstes Jahr einen Markt, der genau die richtigen Kräuter verkauft.

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