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Über den Tellerrand - Teil 3

Autor:
Ferdinand

Rubrik:
studium

03.03.2017

Während eine meiner Mitbewohnerinnen unter die Literaten gegangen ist, studiert die andere Schauspiel an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy. Ein überaus spannender Studiengang – und überaus anders. Hier mein dritter Blick über meinen Tellerrand.

Wer studiert hier?
Schauspiel ist wohl einer der begehrtesten Studiengänge, wenn man die Relation der Bewerbungen zu den Studienplätzen betrachtet. Diejenigen, die es geschafft haben, erwartet nicht gerade entspanntes Kaffeetrinken im Hörsaal und Diskussionen im Seminarraum.

Was macht man?
In vier Jahren macht man seinen Master. Zwei Jahren davon verbringen die Studierenden an der Hochschule, die anderen beiden an verschiedenen Häusern, wo man reguläre Ensemble-Rollen übernimmt. Ob es nun nach Dresden, Köln oder Halle geht, oder ob man am Leipziger Schauspielhaus anfängt, erfährt man erst ein Semester im Voraus.
Nun, erst einmal belegt man in Leipzig Seminare wie „Sprechen“ und „Bewegung“. Teilweise hat man Einzelunterricht, ab und zu wird die Gruppe halbiert, aber manchmal hat der ganze Jahrgang auch gemeinsam Unterricht. Da man auf der Bühne auch Schaukämpfe austragen können muss, belegt man neben grundlegendem Sport auch ein Semester Bühnenfechten.

Was ist anders?
Und all dieses Studieren findet nicht nur montags bis donnerstags statt, wie es ja der übliche Stundenplan eines Geisteswissenschaftlers so vorgibt, sondern nicht selten sechs Tage die Woche. Dennoch bleibt am Abend noch Energie für Zeit mit den Kommilitonen aus dem eigenen Jahrgang und mit denen aus höheren Semestern. Man ist vernetzt. Und am Wochenende, da gibt es diese Partys. Da wird getanzt und geküsst. Vor allem aber geküsst.

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