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Barrierefrei studieren?: Das gute Geld und seine Folgen (Teil 1 von 2)

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

14.04.2010

Auch das nächste geplante Praktikum hatte unter einer Art Krankheit zu leiden. Und die war so hartnäckig, dass ich am Ende doch nicht nach Weimar gefahren bin, um das  Praktikum anzutreten.

Die Sache ist einfach: Ich konnte keine geeignete Wohnung finden. Geeignet, das heißt in meinem Fall, dass die Unterkunft entweder nahe bei der Praktikumsstelle liegen oder aber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen sein muss. Denn, den Weg vom Küchentisch zum Arbeitsplatz zu lernen, ist, wie schon mehrfach erwähnt, für eine Blinde ziemlich aufwändig. Daher sollte er kurz sein oder übersichtlich, also nicht mit mehrmaligem Umsteigen an weitläufigen Bus- oder Bahnhaltestellen gespickt. Und natürlich darf die Unterkunft nicht allzu viel kosten.

Zunächst gab es sogar eine Zusage. Aus dieser wurde drei Wochen vor Praktikumsbeginn dann aber eine Absage der Vermieterin, die nichts mit meiner Person oder meiner Behinderung zu tun hatte, aber dennoch zu einem Problem führte. Denn daraufhin ließen sich nur noch Unterkünfte auftreiben, für die ich weit über 800 Euro hätte bezahlen müssen. Und das, so meine Meinung, verbietet sich von selbst. Doch ansonsten war für den betreffenden Zeitraum bereits alles ausgebucht.

Als es eigentlich schon fast zu spät war, schaltete sich auf mein Bitten hin auch die Praktikumsstelle in die Suche ein. Ebenfalls erfolglos.

Was blieb mir also anderes übrig, als das Praktikum abzusagen?