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Barrierefrei studieren?: Kommt nicht in Frage

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

10.08.2009

Als die Erlanger Buchwissenschaft im Frühjahr eine Studienfahrt nach Hamburg unternahm, wurde auch „Books on Demand", ein Internetbuchhändler in Norderstedt besucht. Ich war sehr begeistert von der Führung, die wir dort bekamen. Und ich bin nach wie vor fest entschlossen, meinen nächsten, veröffentlichungsreifen Roman bei diesem Unternehmen zu publizieren. Außerdem soll sich meine Magisterarbeit in einem Kapitel mit „Books on Demand" beschäftigen. Aber das ist ein anderes Thema, auf das ich später zurückkomme.

Jedenfalls dachte ich dann, ich könnte doch einmal ein Praktikum bei „Books on Demand" machen. Nur wenn ich mir die aktuelle Stellenanzeige so ansehe, ist der Traum schon wieder ausgeträumt.

Tatsächlich wird in der Lektorats- und Layoutabteilung von „Books on Demand" ein Praktikant gesucht. Klingt phantastisch! Aber was macht eine Blinde in einer Layoutabteilung? Wer an der Stelle interessiert ist, heißt es weiter in der Anzeige, sollte mit den Programmen Photoshop und InDesign arbeiten können. Natürlich kann ich das nicht. Meine Behinderung macht es unmöglich, wie vieles andere auch. Und anstatt mich endlich mit dieser Situation abzufinden, verärgert es mich jedes Mal aufs Neue, dass so viele, interessante Jobs und Einblicke für mich immer unerreichbar bleiben.

Nun ja, zurzeit absolviere ich immerhin ein vierwöchiges Praktikum beim Börsenblatt. Diese Buchhandelsfachzeitschrift sitzt in Frankfurt und, wie während meines Praktikums in der Redaktion von abi>>, lerne ich hier den redaktionellen Alltag ganz gut kennen.