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studium > Studienpraxis


Lernstress? Prüfungsangst? Keine Ahnung, was du in deinen Semesterferien machen sollst? Dann frag nach.


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Luisa Unentschlossen

Beiträge: 1
Registriert:
Oct 19, 2015
Abbrechen?
Oct 19, 2015 10:17:07 PM

Hallo!

Zuerst einmal: Ich bin neu hier und habe sonst lediglich Beiträge anderer Leute gelesen, aber habe nun selbst ein Problem, bei dem ich einfach Rat und Hilfe von Außenstehenden benötige.

Und nun zu meinem Problem bzw. zu meiner Situation:

Ich habe vor knapp 3 Wochen gerade mal mein duales Studium im Bundesarchiv im Studiengang Archivwesen begonnen. Es ist eine Ausbildung zum gehobenen Dienst, also bin ich momentan Beamtenanwärterin bis zum Ende meines Studiums und erhalte auch dementsprechend Besoldung.
Mein Studium hat mit der praktischen Phase begonnen, mit Unterrichtseinheiten immer mittwochs und montags am Arbeitsplatz.
Nun ist es aber so, dass ich mir bereits vor Studienbeginn sehr unsicher geworden bin bezüglich der Studienwahl. Ich habe zwar im letzten Jahr auch Praktika in dem Bereich gemacht, die mir größtenteils gefallen haben, jedoch vermute ich, dass das nur so war, weil Praktika in der Schulzeit immer Abwechslung und etwas "Aufregendes" im Gegensatz zum Schulalltag darstellen und schon deshalb immer toll sind. 
Sowieso bin ich auf den Studiengang Archivwesen überhaupt erst gekommen, weil ich mein jahrelanges Ziel Musik zu studieren über Bord geworfen habe und für Psychologie, ein weiterer Wunsch von mir, zu schlecht war. (Abi mit 1,7)
Außerdem gab es bei Archivwesen die Möglichkeit eines dualen Studiums, was grundsätzlich attraktiv für mich war, da meine Eltern bereits meine zwei Brüder durchs Studium bringen mussten, in Form von finanzieller Unterstützung. Ich wollte ihnen also nicht auch noch auf der Tasche liegen.

Mittlerweile bin ich mir aber absolut sicher, dass dieses Studium nichts für mich ist. Es ist ein reiner Bürojob, voll von Bürokratie, Bürokratie und noch mehr Bürokratie. 
Ich dachte, ich würde nicht in diesem Anteil nur als Sachbearbeiterin tätig sein. Ich fühle mich unterfordert, die Unterrichtsthemen langweilen mich, ich bin nie ganz bei mir, denke immer darüber nach, wie es wäre einfach normal an einer Hochschule oder Uni etwas zu studieren, wofür ich brenne.
Dazu kommt noch, dass ich 500 km von meiner Heimat entfernt bin und mein Freund auch noch dort ist und einen festen Job hat (er übernimmt in den nächsten Jahren dort eine Versicherungsagentur). Und ich will sowieso schon immer später wieder in meiner Heimat arbeiten.
Das belastet mich zusätzlich.

Nun habe ich zwei Möglichkeiten:

Ich will definitiv nächstes Jahr zum Wintersemester an einer Hochschule in der Nähe von meinem Heimatort Kindheitspädagogik studieren und so Erzieherin werden. Die Arbeit mit Kindern macht mir Spaß und ich empfinde sie als abwechslungsreich, das weiß ich, da meine Mutter Erzieherin ist und ich auch oft bei ihr in der Krippe Praktika abgeleistet habe oder einfach so mal dabei war.

1. Ich breche zum Januar mein Studium hier ab und mache bis zum Oktober 2016 einen Nebenjob bei mir Zuhause und verdiene mir so Geld dazu.
     ---> Nachteile: - evtl. kein Kindergeld???
                            - momentan private KV durch Studium (da Beamtin) -> Wechsel in gesetzliche nicht so leicht möglich??
     ---> Vorteile: - weniger Schulden bei Abbruch (muss meine Bezüge anteilig zurück zahlen)
                          --> mehr Geld im Endeffekt
                         - hilfreiche Erfahrungen durch Tätigkeit

2. Ich breche mein Studium erst im September 2016 ab und starte gleich in mein neues Studium.

    ----> Nachteil: - hohe Schulden, da anteilige Rückzahlung all meiner Bezüge (ca. 11000€)
                          - Unzufriedenheit, unglücklich hier
                          
     ----> Vorteil: Kindergeld

Kann mir jemand helfen?

Ich tendiere ja zu Möglichkeit eins, aber vielleicht kann mir trotzdem jemand noch seinen Rat geben.
Dafür wäre ich sehr dankbar. 

LG Luisa

Abiturito

Beiträge: 10
Registriert:
Nov 6, 2015
Re: Abbrechen?
Nov 6, 2015 3:38:14 PM

Wenn du weiterstudierst un unglücklich dabei bist, dann bringt dich das nicht weiter und es wird nur immer schlimmer. Bei solchen Entscheidungen sollte man nicht immer rational denken, sondern auch mal das Herz entscheiden lassen.

 

Den Zustand nennt man übrigens Kognitive Dissonanz:

http://www.finanzen.net/wirtschaftslexikon/Kognitive-Dissonanz


(Zuletzt geändert am Nov 6, 2015 3:39:53 PM)
Hannsmann

Beiträge: 4
Registriert:
Jun 22, 2015
Re: Abbrechen?
Feb 22, 2016 1:10:45 PM

Kann es sein, dass du dein Wunschstudium der Psychologie etwas schnell über Bord geworfen hast? Eine ehemalige Mitschülerin von mir studiert mittlerweile auch Psychologie und die war von einem 1,7 Schnitt weit entfernt - die Wartesemester habe es aber dennoch möglich gemacht.

joBra

Beiträge: 25
Registriert:
Aug 20, 2016
Re: Abbrechen?
Aug 25, 2016 6:39:04 PM

Ich würde das duale Studium an deiner Stelle abbrechen. Wenn du eh im Hinterkopf hast Bald zu Wechsel und allgemein unglücklich damit bist, wirkt sich das auch auf deine Leistung aus. Nur wegen des Kindergeldes weiterzumachen, finde ich nicht sinnvoll, zumal du mit einem Nebenjob weitaus mehr verdienen kannst. Du könntest die freie Zeit auch für Praktika nutzen, die kommen gut im Lebenslauf und schaffen dir noch eine besser Orientierung. 

PeterBa

Beiträge: 1
Registriert:
Sep 11, 2016
Re: Abbrechen?
Sep 11, 2016 5:28:07 PM

Ich würde mir das einfach ausrechnen und die günstigere Variante wählen. Dabei immer vom schlechtesten Fall ausgehen. So reduzierst du das Risiko am bestmöglichsten.

 

Ein wenig Schulden zu haben ist nichts. Immerhin besser als 40-45 in einem Beruf fest zu sitzen den du nicht leiden kannst, einfach weil du nicht den Mut aufgebracht hast dein Studium abzubrechen.

Ich habe damals Germanistik studiert und war auch sehr unzufrieden damit, habe es aber durch gezogen. Auch wenn mich das Lernen für Prüfungen angekotzt hat, das Studieleben war ganz cool. Habe danach 6 Monate work and travel gemacht und dann bin ich als quereinsteiger in der Finanzbranche bei Tradac eingestiegen.

Aber ich kann verstehen wenn du dein Studium nicht erst zu Ende machen möchtest.


(Zuletzt geändert am Sep 11, 2016 5:33:30 PM)

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Luisa Unentschlossen


Beiträge: 1
Registriert:
Oct 19, 2015

Abbrechen?

Oct 19, 2015 10:17:07 PM

Hallo!

Zuerst einmal: Ich bin neu hier und habe sonst lediglich Beiträge anderer Leute gelesen, aber habe nun selbst ein Problem, bei dem ich einfach Rat und Hilfe von Außenstehenden benötige.

Und nun zu meinem Problem bzw. zu meiner Situation:

Ich habe vor knapp 3 Wochen gerade mal mein duales Studium im Bundesarchiv im Studiengang Archivwesen begonnen. Es ist eine Ausbildung zum gehobenen Dienst, also bin ich momentan Beamtenanwärterin bis zum Ende meines Studiums und erhalte auch dementsprechend Besoldung.
Mein Studium hat mit der praktischen Phase begonnen, mit Unterrichtseinheiten immer mittwochs und montags am Arbeitsplatz.
Nun ist es aber so, dass ich mir bereits vor Studienbeginn sehr unsicher geworden bin bezüglich der Studienwahl. Ich habe zwar im letzten Jahr auch Praktika in dem Bereich gemacht, die mir größtenteils gefallen haben, jedoch vermute ich, dass das nur so war, weil Praktika in der Schulzeit immer Abwechslung und etwas "Aufregendes" im Gegensatz zum Schulalltag darstellen und schon deshalb immer toll sind. 
Sowieso bin ich auf den Studiengang Archivwesen überhaupt erst gekommen, weil ich mein jahrelanges Ziel Musik zu studieren über Bord geworfen habe und für Psychologie, ein weiterer Wunsch von mir, zu schlecht war. (Abi mit 1,7)
Außerdem gab es bei Archivwesen die Möglichkeit eines dualen Studiums, was grundsätzlich attraktiv für mich war, da meine Eltern bereits meine zwei Brüder durchs Studium bringen mussten, in Form von finanzieller Unterstützung. Ich wollte ihnen also nicht auch noch auf der Tasche liegen.

Mittlerweile bin ich mir aber absolut sicher, dass dieses Studium nichts für mich ist. Es ist ein reiner Bürojob, voll von Bürokratie, Bürokratie und noch mehr Bürokratie. 
Ich dachte, ich würde nicht in diesem Anteil nur als Sachbearbeiterin tätig sein. Ich fühle mich unterfordert, die Unterrichtsthemen langweilen mich, ich bin nie ganz bei mir, denke immer darüber nach, wie es wäre einfach normal an einer Hochschule oder Uni etwas zu studieren, wofür ich brenne.
Dazu kommt noch, dass ich 500 km von meiner Heimat entfernt bin und mein Freund auch noch dort ist und einen festen Job hat (er übernimmt in den nächsten Jahren dort eine Versicherungsagentur). Und ich will sowieso schon immer später wieder in meiner Heimat arbeiten.
Das belastet mich zusätzlich.

Nun habe ich zwei Möglichkeiten:

Ich will definitiv nächstes Jahr zum Wintersemester an einer Hochschule in der Nähe von meinem Heimatort Kindheitspädagogik studieren und so Erzieherin werden. Die Arbeit mit Kindern macht mir Spaß und ich empfinde sie als abwechslungsreich, das weiß ich, da meine Mutter Erzieherin ist und ich auch oft bei ihr in der Krippe Praktika abgeleistet habe oder einfach so mal dabei war.

1. Ich breche zum Januar mein Studium hier ab und mache bis zum Oktober 2016 einen Nebenjob bei mir Zuhause und verdiene mir so Geld dazu.
     ---> Nachteile: - evtl. kein Kindergeld???
                            - momentan private KV durch Studium (da Beamtin) -> Wechsel in gesetzliche nicht so leicht möglich??
     ---> Vorteile: - weniger Schulden bei Abbruch (muss meine Bezüge anteilig zurück zahlen)
                          --> mehr Geld im Endeffekt
                         - hilfreiche Erfahrungen durch Tätigkeit

2. Ich breche mein Studium erst im September 2016 ab und starte gleich in mein neues Studium.

    ----> Nachteil: - hohe Schulden, da anteilige Rückzahlung all meiner Bezüge (ca. 11000€)
                          - Unzufriedenheit, unglücklich hier
                          
     ----> Vorteil: Kindergeld

Kann mir jemand helfen?

Ich tendiere ja zu Möglichkeit eins, aber vielleicht kann mir trotzdem jemand noch seinen Rat geben.
Dafür wäre ich sehr dankbar. 

LG Luisa

Abiturito


Beiträge: 10
Registriert:
Nov 6, 2015

Re: Abbrechen?

Nov 6, 2015 3:38:14 PM

Wenn du weiterstudierst un unglücklich dabei bist, dann bringt dich das nicht weiter und es wird nur immer schlimmer. Bei solchen Entscheidungen sollte man nicht immer rational denken, sondern auch mal das Herz entscheiden lassen.

 

Den Zustand nennt man übrigens Kognitive Dissonanz:

http://www.finanzen.net/wirtschaftslexikon/Kognitive-Dissonanz


(Zuletzt geändert am Nov 6, 2015 3:39:53 PM)

Hannsmann


Beiträge: 4
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Jun 22, 2015

Re: Abbrechen?

Feb 22, 2016 1:10:45 PM

Kann es sein, dass du dein Wunschstudium der Psychologie etwas schnell über Bord geworfen hast? Eine ehemalige Mitschülerin von mir studiert mittlerweile auch Psychologie und die war von einem 1,7 Schnitt weit entfernt - die Wartesemester habe es aber dennoch möglich gemacht.

joBra


Beiträge: 25
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Aug 20, 2016

Re: Abbrechen?

Aug 25, 2016 6:39:04 PM

Ich würde das duale Studium an deiner Stelle abbrechen. Wenn du eh im Hinterkopf hast Bald zu Wechsel und allgemein unglücklich damit bist, wirkt sich das auch auf deine Leistung aus. Nur wegen des Kindergeldes weiterzumachen, finde ich nicht sinnvoll, zumal du mit einem Nebenjob weitaus mehr verdienen kannst. Du könntest die freie Zeit auch für Praktika nutzen, die kommen gut im Lebenslauf und schaffen dir noch eine besser Orientierung. 

PeterBa


Beiträge: 1
Registriert:
Sep 11, 2016

Re: Abbrechen?

Sep 11, 2016 5:28:07 PM

Ich würde mir das einfach ausrechnen und die günstigere Variante wählen. Dabei immer vom schlechtesten Fall ausgehen. So reduzierst du das Risiko am bestmöglichsten.

 

Ein wenig Schulden zu haben ist nichts. Immerhin besser als 40-45 in einem Beruf fest zu sitzen den du nicht leiden kannst, einfach weil du nicht den Mut aufgebracht hast dein Studium abzubrechen.

Ich habe damals Germanistik studiert und war auch sehr unzufrieden damit, habe es aber durch gezogen. Auch wenn mich das Lernen für Prüfungen angekotzt hat, das Studieleben war ganz cool. Habe danach 6 Monate work and travel gemacht und dann bin ich als quereinsteiger in der Finanzbranche bei Tradac eingestiegen.

Aber ich kann verstehen wenn du dein Studium nicht erst zu Ende machen möchtest.


(Zuletzt geändert am Sep 11, 2016 5:33:30 PM)

Mateea


Beiträge: 11
Registriert:
Mar 7, 2018

Re: Abbrechen?

Jul 14, 2018 6:54:43 PM

Also, um ehrlich zu sein, war ich in einer ähnlichen Situation. Mich hat das Studium so belastet, dass ich Schlafstörungen bekommen habe und oft nachts nur ein, zwei Stunden geschlafen habe. Mich machte der Druck, alle Prüfungen mit einer guten Note bestehen zu müssen, einfach fertig. Und das Schlimmste, ich habe mir den Druck selbst gemacht. Ich benutze seit einem Jahr CBD Öl, es hilft mich zu entspannen und zu beruhigen, so dass ich die Schlafprobleme nicht mehr habe. Ich wollte keine medikamentöse Behandlung, da ich Angst vor eine Abhängigkeit hatte, so dass ich nach einer natürlichen Alternative gesucht habe. Das CBD Öl ist zum Entspannen sehr gut, ich kann es nur empfehlen. Liebe Grüße

 


(Zuletzt geändert am Jul 14, 2018 6:55:37 PM)

SofiaGorkel


Beiträge: 2
Registriert:
Oct 23, 2019

Re: Re: Abbrechen?

Oct 23, 2019 2:11:00 PM

CBD Öl kann sehr gut bei Schlafstörungen helfen. Cannalin ist ein sehr zuverlässiger Anbieter von CBD Ölen. Lesen Sie: CBD Öl Wirkung (https://cannalin.de/blog/) und kaufen sie getestete CBD Ölen bei Cannalin https://cannalin.de/k/cbd-ol/

 

 

SofiaGorkel


Beiträge: 2
Registriert:
Oct 23, 2019

Re: Abbrechen?

Oct 23, 2019 2:29:18 PM

Cannalin ist ein sehr zuverlässiger Anbieter von CBD Ölen. Lesen Sie: CBD Öl Wirkung (https://cannalin.de/blog/) und kaufen sie getestete CBD Ölen bei Cannalin https://cannalin.de/k/cbd-ol/.