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Arbeitsausfälle während Corona

Entgeltansprüche als Minijobber*innen

Als Folge der Corona-Pandemie wurden viele Arbeitnehmer*innen in Kurzarbeit geschickt. Doch was passiert bei Verdienstausfällen im Minijob?

Neben der Schule oder dem Studium haben viele Schüler*innen oder Studierende einen sogenannten Minijob – auch als geringfügige Beschäftigung bekannt. Das bedeutet, dass sie entweder nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen (Verdienstgrenze) oder nicht über eine gewisse Anzahl von Tagen im Jahr hinaus arbeiten (zeitlich begrenzter bzw. kurzfristiger Minijob).

Dies ist für viele Arbeitgeber vorteilhaft, da Minijobber*innen nicht pflege- und arbeitslosenversichert werden müssen. Die Arbeitnehmer*innen wiederum, also die Minijobber*innen selbst, können lediglich in ihre Rentenversicherung zahlen – müssen dies aber nicht.

Da geringfügig Beschäftigte arbeitslosenversicherungsfrei sind, haben sie keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Dies ist nämlich eine Leistung der Arbeitslosenversicherung. Wenn Minijobber*innen jedoch krankheitsbedingt ausfallen, haben sie laut Entgeltfortsetzungsgesetz für eine Dauer von sechs Wochen Anspruch auf Weiterzahlung des Gehalts. Das ist auch der Fall, wenn Arbeitnehmer*innen zwar nicht selbst erkranken, aber vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt wurden.

Sind Minijobber*innen von einer behördlichen Maßnahme betroffen, zum Beispiel von einem Tätigkeitsverbot, so können sie sogar einen Entgeltanspruch gegenüber ihrem Arbeitgeber haben. Beispielsweise hätte eine 450-Euro-Kraft, die als Folge einer von der Regierung verordneten Ladenschließung nicht in dem Bekleidungsgeschäft, in dem sie angestellt ist, arbeiten darf, den Anspruch auf die Fortzahlung ihres Gehalts. Wie lange das Gehalt fortgezahlt werden muss, hängt vom Einzelfall ab.

Stand: 11.12.2020

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