Studie

Unter Jugendlichen wächst die „Telefonphobie“

Messenger wie Whatsapp, Telegram und Signal vereinfachen unsere Kommunikation im Alltag. Statt jemanden anzurufen, reicht es, eine kurze Textnachricht zu senden. Forscher erkennen darin jedoch zunehmend ein Problem.

Viele Jugendliche telefonieren ungern, immer mehr haben förmlich Angst davor. Laut einer aktuellen Studie der JIM (Jugend, Information, Medien) hängt das mit der fehlenden Übung zusammen. Nur etwa 20 Prozent aller Jugendlichen zwischen zwölf und 19 Jahren nutzen ihr Telefon täglich zum Telefonieren – erhalten aber durchschnittlich 36 Textnachrichten.

Fast jeder fünfte Jugendliche leidet unter der Angst vor dem Telefonieren, der sogenannten „Telefonphobie“ und versucht, Sprachanrufe zu vermeiden. Bei der schriftlichen Kommunikation fühlen sich diese Jugendlichen weniger angreifbar, weil ihre Sprache sowie die Betonung von Aussagen keine Rolle spielen. Bei einem Telefonat muss hingegen flexibel und spontan reagiert werden. Wer betroffen ist, sollte daher gezielt das Telefonieren üben, um die Angst zu bewältigen.

Mehr Infos

Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest

www.mpfs.de

abi» 26.02.2020

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