Analyse

Sind Eignungstests Alternativen zur Abiturnote bei der Studienplatzvergabe?

Die Abiturprüfungen wurden in vielen Bundesländern aufgrund der Corona-Krise bereits verschoben. Sogar die Frage, ob sie gänzlich entfallen müssen, wurde diskutiert. Vor diesem Hintergrund würden Eignungstests bei der Bewerbung um einen Studienplatz an Bedeutung gewinnen, wie das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in seiner Publikation „CHECK Hochschulzugang in Deutschland“ schildert.

Demnach nutzt jeder sechste Studiengang, vor allem in den Bereichen Architektur, Anglistik oder BWL, verpflichtende Auswahl- oder Eignungstests bei der Studienplatzvergabe. Dahingegen sind insgesamt 40 Prozent der Studiengänge zulassungsbeschränkt und berücksichtigen unter anderem die Abiturnote als Auswahlkriterium.

Vorteil der Eignungstests ist der CHE-Publikation zufolge, dass Wissen und Kompetenzen bundesweit vergleichbar sind. Allerdings ist es für Hochschulen zeitlich und finanziell wesentlich aufwendiger, Eignungstests durchzuführen, als die Abiturnote heranzuziehen. Eignungstests können aufgrund ihres Umfangs – so wie die Abiturnote – nur einen beschränkten Einblick in das Können und die Fähigkeiten der Bewerber geben.

Zusammengefasst sind alle Instrumente der Zulassungsbeschränkungen nur ein Indiz für den potenziellen Studienerfolg. Letztendlich handelt es sich dabei um ein Zusammenspiel vieler Faktoren, darunter etwa die Eigen- und Fremdmotivation, die Betreuung durch die Hochschule oder finanzielle Aspekte.

Mehr Infos

Centrum für Hochschulentwicklung

che.de

 

abi» 16.04.2020

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.