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Studienfinanzierung

Staatliche Studienfinanzierungen im CHE-CHECK

Das Centrum für Hochschulentwicklung hat in einer aktuellen Publikation festgestellt, dass die Zahl der Studierenden, die staatliche Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen, geringer wird. Immer mehr Studierende stemmen die laufenden Kosten mithilfe von Nebenjobs – die Erwerbstätigkeit ist auf dem bisher höchsten Niveau.

Rund 900 Euro benötigen Studierende pro Monat für die Finanzierung ihres Studiums. Dafür erhalten 86 Prozent der Studierenden Unterstützung durch die Eltern, rund 60 Prozent haben neben dem Studium einen Nebenjob.

Die Zahl der Studierenden, die staatliche Unterstützung wie BAföG, Stipendien oder Studienkredite in Anspruch nehmen, sinkt seit 2005 trotz doppelter Studierendenzahlen. Demnach finanzierten im Jahr 2020 nur 11 Prozent der rund 905.000 Studierenden ihr Studium mithilfe von BAföG. Die Zahl der Empfänger ist seit 2005 um 28.000 gesunken. Stipendienprogramme unterstützen nur etwa zwei Prozent aller Studierenden und einen Studienkredit nahmen rund 24.500 weniger Studierende als im Jahr 2008 auf.

Für Studierende, deren Nebenerwerb während der Corona-Pandemie weggefallen ist, stellte der Bund eine Soforthilfe zur Verfügung. Zwar wurden bis zum Einreichungsschluss der Überbrückungshilfe am 30. September rund 135.00 monatsbezogene Anträge von Studierenden bewilligt, das veranschlagte Budget von 100 Millionen Euro wurde allerdings bei Weitem nicht ausgeschöpft.

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Centrum für Hochschulentwicklung

che.de

abi» 15.10.2020

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