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CHE-Studienkredit-Test: Zahl der Studienkredite nimmt wieder ab

Nachdem der KfW-Studienkredit in der Coronazeit besonders attraktiv war, wird er nun wieder von weniger Studierenden in Anspruch genommen. Laut dem aktuellen CHE-Studienkredit-Test ist die Zahl der neu abgeschlossenen Studienkredite 2021 gegenüber dem Vorjahr um 37 Prozent gesunken.

Zwischen 2014 und 2019 wurden immer weniger Neuverträge für Studienkredite abgeschlossen, im Jahr 2020 stieg die Zahl dann sprunghaft an. Das lag hauptsächlich an den besseren Vertragsbedingungen durch die Corona-Nothilfe der Bundesregierung.

Zum Beispiel konnte der KfW-Studienkredit eine Zeit lang zinsfrei bezogen und auch von Studierenden aus dem Ausland in Anspruch genommen werden. Doch nachdem diese Sonderregelungen ausgelaufen waren, fiel die Nachfrage nach Studienkrediten sofort wieder auf Vor-Corona-Niveau. Sowohl der KfW-Studienkredit als auch der Bildungskredit des Bundesverwaltungsamtes bieten laut dem CHE-Studienkredit-Test keine optimalen Bedingungen für Studierende und werden immer seltener nachgefragt. Das zeigt auch die Zahl der neu abgeschlossenen Kreditverträge, die zwischen 2010 und 2021 von 20.000 auf aktuell unter 6.000 gefallen ist.

Rund 190.000 ehemalige Studierende zahlen momentan ihren Studienkredit zurück. Angesichts der aktuellen Inflation und der Preiserhöhungen kann die Rückzahlung jedoch Probleme bereiten. In diesem Fall wird empfohlen, rechtzeitig den Kontakt mit den Kreditanbietern zu suchen und gegebenenfalls eine Anpassung oder eine kurzzeitige Aussetzung der Raten zu vereinbaren.

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