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Nebenjob vor dem Studium

Spiel mir den Film vom Job

Um die Wartezeit bis zum Studium zu überbrücken, hat Lea Kiehlmeier (26) bei einem Arthouse Kino als Vorführerin und Kassiererin gearbeitet. Fünf Monate lang konnte sie den Kinoalltag konventionell und als Open Air-Variante kennenlernen.

Foto von einem Kinoprojektor

Bei ihrem Nebenjob im Kino bediente Lea Kiehlmeier nicht nur das Vorführgerät, sondern saß auch an der Kasse.

Nach ihrem Abitur wollte Lea Kiehlmeier keine Auszeit nehmen, sondern Geld für ihr Studium ansparen, um einen stressfreieren Start in einer neuen Stadt haben zu können. „Außerdem hatte ich sowieso kein Geld, um in meiner freien Zeit viel zu reisen“, sagt sie. Während ihrer Schulzeit war Lea Kiehlmeier oft selbst im Kino und hat sich immer gefragt, wie es wohl hinter den Kulissen aussieht. So kam sie auf die Idee, sich in ihrem Lieblingskino in Augsburg um eine Stelle zu bewerben.

„Die Bewerbung war total unkompliziert“, berichtet sie, wie sie den Job bekommen hat: „Ich bin einfach ins Kino gegangen, habe mich nach dem Geschäftsführer erkundigt und ihn direkt nach einem Job gefragt.“ Eine Stellenausschreibung hatte es nicht gegeben – sie bewarb sich initiativ. Sie wollte an einem Ort arbeiten, an dem sie sich wohlfühlt: „Der war ganz klar mein Lieblingskino.“ Bei dem Geschäftsführer kam ihr Interesse gut an, er bot ihr sofort einen Job an. Kurz darauf schon konnte Lea Kiehlmeier zu ihrem ersten Arbeitstag erscheinen.

Abwechslungsreicher Arbeitsalltag

Lea Kiehlmeier

Das Arbeiten an sich war für sie nicht ganz neu, denn sie hatte schon während ihrer Schulzeit entsprechende Erfahrungen gesammelt. Der Arbeitsalltag im Kino war jedoch abwechslungsreicher als ihre früheren Tätigkeiten. Auch die Umstellung von Schul- auf Arbeitszeit fiel Lea Kiehlmeier nicht schwer: „Das Arbeiten hat mir direkt besser gefallen als Schule“, sagt sie, „ich bin nämlich keine Frühaufsteherin und deswegen kam es mir sehr entgegen, dass die Arbeit im Kino erst spät angefangen hat.“

Sie wurde nicht nur an der Kasse eingesetzt, sondern auch in der Gastronomie und im Vorführraum – je nachdem, wo sie gerade gebraucht wurde. Besonders gefallen hat Lea die Arbeit mit ihren Kollegen und den Kunden, die durchweg sehr freundlich waren. Toll fand sie auch die Arbeit im Open Air-Kino, das von ihrem Arbeitgeber während der Sommermonate betrieben wurde. „Das war immer etwas Besonderes, weil Open Air einfach eine ganz besondere Atmosphäre hat.“  

Ziemlich beste Kollegen

Nach dem Ende ihrer Tätigkeit im Kino entschied sich Lea Kiehlmeier für den Studiengang Theater- und Medienwissenschaften. Mit ihren ehemaligen Kollegen hat sie heute noch Kontakt: „Wir treffen uns regelmäßig, wenn ich mal wieder nach Augsburg komme.“ Während ihres Bachelorstudiums hat sie in Erlangen wieder einen Nebenjob in einem Kino angenommen – eine Kollegin aus ihrem Kinojob in Augsburg hatte sie weiterempfohlen.

Anderen Abiturienten kann Lea ihre Art der Überbrückung nur empfehlen: „Wer sich für einen Job an einem coolen Ort interessiert, muss nicht immer auf eine Stellenanzeige warten. Manchmal ist es das Beste, wenn man einfach hingeht und sein Glück versucht. Bei mir hat das super funktioniert.“

abi» 13.04.2020

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