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Carolina Trautner

„Kontakt mit Menschen ist unschätzbar wichtig“

Carolina Trautner ist Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales. Im Interview spricht sie über den Job einer Ministerin an sich, berufliche Stationen und Visionen.

Ein Foto von Carolina Trautner

Carolina Trautner ist seit Februar 2020 Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales.

abi» Frau Trautner, wie ist das eigentlich – Ministerin zu sein?

Carolina Trautner: Es ist eine große Verantwortung und macht mir sehr viel Freude. Ich kann mich mit meiner politischen Leitlinie „hinschauen, zuhören, kümmern“ aktiv für die Menschen in unserer Heimat einsetzen und Zukunft gestalten.

abi» Wie wurden Sie Ministerin?

Ein Foto von Carolina Trautner

Carolina Trautner

Carolina Trautner: Unser Ministerpräsident Markus Söder hat mir auf der Klausur der CSU-Fraktion im Januar 2020 in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass ich Sozialministerin werde.

abi» Können Sie bitte die Stationen Ihres beruflichen Werdegangs benennen, die dazu beigetragen haben, dass Sie dieses Amt erhalten haben?

Carolina Trautner: Eine solche Berufung kann man nicht planen. Ich habe mich viel ehrenamtlich engagiert und bin immer meinen Weg gegangen, erst als Elternbeirätin im Kindergarten und dann in der Kommunalpolitik im Landkreis Augsburg. Über diese Stationen bin ich dann 2013 in den Bayerischen Landtag gewählt worden und bis heute kommunalpolitisch aktiv.

abi» Als Ministerin, welche Aufgaben haben Sie da?

Carolina Trautner: Ich darf mich um eine ganze Reihe von wichtigen Themen kümmern: Die Familien, der Arbeitsmarkt, die Sozialpolitik. Mein Ministerium bietet eine große Vielfalt – von unvergesslichen Begegnungen mit Menschen mit Behinderung bis zum Miteinander in unseren Mehrgenerationenhäusern.

abi» Wie und von wem werden Sie bei diesen Aufgaben unterstützt, oder schlicht gefragt: Wer arbeitet für Sie?

Carolina Trautner: Ich habe eine ganze Reihe von ausgezeichneten Mitarbeitern, die mir fachlich zur Seite stehen und in ihren Themenfeldern teilweise schon Jahrzehnte aktiv sind. Dieser Erfahrungsschatz ist für mich sehr wichtig, um Entscheidungen zu treffen.

abi» Fachlich und persönlich – was erwarten Sie von diesen Mitarbeitern?

Carolina Trautner: Neben der beruflichen Kompetenz ist mir ehrliches Miteinander wichtig, um gemeinsam Probleme zu lösen.

abi» Gibt es Visionen und Ziele, die Sie verfolgen?

Carolina Trautner: Hinschauen – zuhören – kümmern ist meine politische Leitlinie, die ich mich tagtäglich bei meiner Aufgabe begleitet.

abi» Wie in jedem Beruf, gibt es bestimmt auch in dem der Ministerin die schönen Seiten …

Carolina Trautner:  Der direkte Kontakt mit den Menschen ist unschätzbar wichtig. Ich reise gerne durch Bayern, um zu erfahren, was die Menschen bewegt. Das ist die Grundlage meiner Politik.

abi» Haben Sie schon Pläne für die Zeit nach ihrem Job als Ministerin?

Carolina Trautner: Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Aber ich werde sicher wieder häufiger nach Schweden, in die Heimat meiner Mutter, reisen.

abi» Was würden Sie jungen Menschen empfehlen, die hauptberuflich in der Politik arbeiten wollen?

Carolina Trautner: Engagiert euch in eurer Heimat und steht zu euren Überzeugungen!

Über Carolina Trautner

Carolina Trautner, geboren am 25. Mai 1961 in Augsburg, studierte nach dem Abitur am Stetten-Institut in Augsburg Pharmazie an der Universität Würzburg. Die verheiratete Mutter zweier Kinder arbeitete viele Jahre als Apothekerin und engagierte sich parallel ehrenamtlich in der Kommunalpolitik ihrer Heimatgemeinde Stadtbergen und im Kreistag des Landkreises Augsburg. 2013 wurde sie für die CSU in den Bayerischen Landtag gewählt und im März 2018 zur Staatssekretärin für Unterricht und Kultus berufen. Nach der Landtagswahl im gleichen Jahr ernannte sie Ministerpräsident Markus Söder erst zur Staatssekretärin für Familie, Arbeit und Soziales und am 6. Februar 2020 schließlich zur Ministerin im selben Ressort.

Video

Weitere Filme findest du auf der abi» Videoübersicht.

abi» 15.06.2020

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