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Personalerstatements: Ich will was machen mit Design – Personalstatements

Inwiefern profitieren Unternehmen von Designer*innen? Und was erwartet Berufseinsteiger*innen? Dazu zwei Antworten aus dem Bereich Outdoor-Sportausrüstung und der Automobilindustrie.

Das Foto zeigt einen jungen Mann, der eine Website auf einem Tablet designt. (Foto: Erler)

Mario Schlegel, Leitung Design bei VAUDE Sport GmbH und Co. KG in Tettnang:

Designer*innen gestalten Produkte. Mit unseren Produkten prägen wir maßgeblich das Gesicht der Marke Vaude. Unternehmensziele, Marke und Produkte gehen Hand in Hand. Für Berufseinsteiger*innen, meist Industriedesigner*innen und Modedesigner*innen, die bei VAUDE arbeiten möchten, ist es von Vorteil, wenn sie selbst gerne Outdoor-Aktivitäten oder Bergsport betreiben. Das ist hilfreich, um sich schnell in die Anforderungen des Berufsbildes einarbeiten zu können. Weil wir in der Regel mit Funktionstextilien arbeiten, die sich oft gänzlich anders verhalten als klassische Textilien, ist es nützlich, sich in der Ausbildung mit modernen Verarbeitungsmethoden wie Schweißen, Ultrasonic oder Laminieren zu beschäftigen. Kenntnisse in 3-D-Designtools und deren Arbeitsweisen helfen, sich in einem modernen Designumfeld schnell zurechtzufinden.

Ute Mundolf, Leiterin Unternehmenskommunikation, Ford-Werke GmbH in Köln:

Wir profitieren von jungen Designer*innen, da sie mit einen frischen Blick an die Sache rangehen und so die Sichtweise der neuen Kund*innen-Generation in unsere Designentwicklung bringen. Sie sind aufgewachsen mit den digitalen Werkzeugen wie Virtual Reality oder digitalem Skizzieren, was mehr und mehr Teil eines zeitgemäßen Entwicklungsprozesses des Autodesigns ist.

Von Bewerber*innen erwarten wir mindestens ein Bachelorabschluss in Industrie- oder Produktdesign. Darüber hinaus zählt für uns in erster Linie das Talent für emotionales Fahrzeugdesign. Soft Skills und das Arbeiten im Team sind uns darüber hinaus sehr wichtig. Wir suchen Menschen, die neugierig und Neuem gegenüber aufgeschlossen sind. Exterior Designer*innen, die eine Vision mittels Skizze und digitaler Modellierung in 3-D bringen. Tonmodelleure, die als kreative Künstler*innen diese skizzierten Visionen physisch umsetzen. Interior Designer*innen, die Erlebnisse der Kund*innen im Auto entwerfen und die mit Modellen arbeiten, um die Ergonomie und die Emotionen dieser Erlebnisse zu verfeinern. Nicht zuletzt Colour & Material Designer*innen mit ganz unterschiedlichen Design-Hintergründen, die Experten in Bezug auf Material- und Farbzusammenspiel sind.