zum Inhalt

Betriebswirtschaftslehre: Vom Studium zur Chefetage

Nach einer Ausbildung hat Henoch Sacherer (25) aus Freiburg noch ein Duales Studium der Betriebswirtschaftslehre (BWL) bei Edeka begonnen. Für ihn ist das die Chance auf einen Karrieresprung.

Supermarktregale (Foto: Isabella Fischer)

Die frühesten Erinnerungen an „seinen“ Edeka in Freiburg zaubern Henoch Sacherer noch heute ein Lächeln ins Gesicht. „Als Kind habe ich immer eine Scheibe Lyoner geschenkt bekommen, wenn ich mit meinen Eltern einkaufen war.“ Mittlerweile arbeitet der 25-Jährige selbst in dem Markt und beendet demnächst sein BWL-Studium mit Schwerpunkt Handel an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

Dass er sich nach seiner Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann für ein Duales Studium entschieden hat, hängt auch mit den finanziellen Vorteilen zusammen. „Da konnte ich direkt Geld verdienen. Und zu Edeka bin ich gegangen, weil ich das Unternehmen gut kenne und viel Positives damit verbinde. Ich interessiere mich einfach sehr für Lebensmittel.“ Nach der Bewerbung bei Edeka und einem Auswahlprozess mit mehreren Stufen ging es im Wintersemester 2018 mit dem Studium los.

Dozent*innen aus der Praxis

Foto von Henoch Sacherer (Foto: privat) Foto von Henoch Sacherer (Foto: privat)

Henoch Sacherer

„An der Uni arbeiten wir in kleinen Kursen, das gefällt mir gut. So kommt man auch mal ins Gespräch und lernt sich kennen.“ Auch die Dozent*innen sind immer ansprechbar und die Seminarinhalte spannend. „Es ist toll, dass viele Dozenten bei uns aus der Praxis kommen und auch in bekannten Unternehmen arbeiten.“ Im Studium lernte Henoch Sacherer die Theorie zu Warenwirtschaft, Kostenrechnung und Marketing. Später kamen auch Inhalte zur Unternehmens- und Mitarbeiterführung dazu.

Selbstständiges Arbeiten

Ungefähr die Hälfte seines Studiums verbrachte der Freiburger in der Praxis. Im ersten Studienabschnitt lernte er die Waren im Markt kennen und durchlief die verschiedenen Abteilungen seines Edeka-Centers. Dort konnte er schnell eigenverantwortlich arbeiten. „Ich habe in einem Praxissemester in der Getränkeabteilung einige Regale umgebaut und neu sortiert und dann untersucht, wie sich das auf das Kaufverhalten auswirkt.“

Ab dem zweiten Studienabschnitt kamen immer verantwortungsvollere Aufgaben dazu, wie die Vertretung eines Abteilungsleiters und die Unterstützung der Führungskräfte. Um sich dort behaupten zu können, braucht es Selbstbewusstsein und eine Menge Ahnung. „Wer das Duale Studium anfängt, sollte schon begeistert sein vom Handel und Lust haben, viel zu lernen und neu zu denken.“

Studium als Karrieresprungbrett

Mit dem abgeschlossenen Studium könnte Henoch Sacherer direkt als stellvertretender Marktleiter bei Edeka einsteigen. „Für mich ist das ein echtes Sprungbrett. Im Herbst bin ich fertig mit dem Studium und habe jetzt schon das Gefühl, dass man mir viel zutraut.“

Unterstützt wird er von Kolleg*innen, aber auch vom Unternehmen selbst, zum Beispiel durch Fortbildungen und ein eigenes Wissensportal mit Schulungen. „So konnte ich Grundwissen aufbauen, bevor ich in eine neue Abteilung kam. Zum Beispiel bei der Käse- und Fischtheke. Am meisten habe ich aber gelernt, als ich dann da war.“ Insgesamt findet er sein Studium anspruchsvoll, denn er musste viel lernen und war immer gefordert. „Aber es lohnt sich auf jeden Fall.“