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Wirtschaftspsychologie

Alle Interessen vereint

Psychologie und wirtschaftliche Themen passen gut zusammen – das merkt Jonas Weickenmeier (24) bei seinem Studium der Wirtschaftspsychologie.

Buchregal in der Bibliothek

Das Studium der Wirtschaftspsychologie eignet sich für alle, die wirtschaftliche Themen und Psychologie zusammenführen wollen.

Ursprünglich wollte Jonas Weickenmeier wie seine ältere Schwester Psychologie studieren. Durch ihre Erzählungen wurde ihm aber bewusst, dass er später nicht als Therapeut arbeiten möchte. Gleichzeitig besuchte er damals eine Schule mit Wirtschaftsschwerpunkt und belegte BWL/VWL als Leistungskurs. Eine Lehrerin erzählte ihm dann vom Studium der Wirtschaftspsychologie. „Ich wusste vorher gar nicht, dass es diese Kombination gibt“, erinnert er sich. Er informierte sich und bemerkte, dass das Studium sein Interesse an psychologischen Fragen und an Wirtschaftsthemen vereint.

Nun studiert Jonas Weickenmeier im sechsten Semester Wirtschaftspsychologie an der Hochschule für Technik (HFT) Stuttgart. „Für mich passen beide Fächer bestens zusammen, denn in beiden steht der Mensch im Mittelpunkt“, sagt der 24-Jährige.

Hoher NC und Vorpraktikum

Jonas Weickenmeier

Nach seinem Abitur jobbte und reiste Jonas Weickenmeier zunächst ein Jahr lang und begann 2018 schließlich mit dem Wirtschaftspsychologiestudium in Stuttgart. Seine Abinote von 1,8 reichte damals genau, schließlich ist der NC meist ziemlich hoch. Außerdem musste er für die Bewerbung ein 30-tägiges kaufmännisches Praktikum vorweisen, das er zuvor beim Technologiekonzern Carl Zeiss im Controlling absolviert hatte.

In den ersten beiden Semestern standen Grundlagen der Psychologie und Betriebswirtschaftslehre auf dem Programm, ab dem dritten Semester legten die Studierenden dann Schwerpunkte auf zwei der drei Berufsfelder der Wirtschaftspsychologie. Jonas Weickenmeier fokussiert sich seitdem auf „Personal“ und „Marketing/Marktforschung“; das dritte Wahlfach wäre „Consulting/Beratung“ gewesen.

Viel praktische Erfahrungen

Im Bereich Personal lernte er beispielweise Kriterien für die Personalauswahl kennen sowie verschiedene Methoden, um Personal zu fördern. Beim Marketing und der Marktforschung hingegen durften die Studierenden nach Grundlagen-Kursen selbst forschen und Umfragen und Experimente durchführen, um das Gelernte praktisch umzusetzen.

„Wir können in dem Studium viel mitgestalten“, sagt Jonas Weickenmeier. „Die Dozenten sind sehr motiviert und halten nicht nur Vorträge, stattdessen stehen wir in engem Dialog und können viel praktisch arbeiten.“ Dazu passt, dass es im vierten Semester ein größeres Projekt in Zusammenarbeit mit einer regional ansässigen Firma wie Porsche oder Daimler und danach ein ganzes Praxissemester außerhalb der Hochschule gab.

Pläne für die Zukunft

Jonas Weickenmeier bekam so die Chance, im Personalwesen bei Bosch mitzuarbeiten. „Ich war im Recruitingprozess involviert, habe Vorstellungsgespräche koordiniert und durfte sogar alle Unternehmensstudenten eigenverantwortlich betreuen.“ Nun, im sechsten Semester, schreibt er seine Bachelorarbeit. Dafür untersucht er, welche geschlechtsspezifische Wirkung Personenbezeichnungen in den Titeln von Stellenanzeigen haben.

Dieses Frühjahr will Jonas Weickenmeier das Studium abschließen und ein halbjähriges Praktikum absolvieren, bevor im Herbst ein Masterstudium folgen soll. Welches genau, ist noch unklar, doch die vergangenen Semester haben dem 24-Jährigen einiges klargemacht. „Im Bachelorstudium habe ich gemerkt, dass mich psychologische Themen weiter sehr interessieren.“ Daher kann er sich gut vorstellen, später in einem Unternehmen im Bereich Arbeits- und Organisationspsychologie zu arbeiten.

Stand: 23.02.2021

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