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Landschaftsarchitektur

„Ich habe gemerkt, wie vielfältig das Fach ist“

Von der Pflanzenkunde über Naturschutz bis zum technischen Zeichnen: Wie vielfältig Landschaftsarchitektur ist, hat Hanna T. (22) erst im Studium gelernt. Und auch, wie viel Spaß lernen machen kann.

Junge Frau deutet auf einen Bauplan.

Für Hanna T. ist das Studium der Landschaftsarchitektur die perfekte Kombination von Technik, Kreativität und Lernen im Grünen.

Nach dem Abitur war Hanna T. ratlos: „Ich wusste nicht, was ich studieren könnte.“ Schon als Schülerin hatte sie immer wieder im Büro ihres Vaters, der Tiefbauingenieur ist, mitgearbeitet. „Das technische Zeichnen und Gestalten von Straßen und Plätzen fand ich schon interessant, aber mir hat das Kreative gefehlt.“ Sie informierte sich über Grafikdesign. „Aber so richtig ‚klick‘ hat es nicht gemacht.“

Immer öfter dachte sie an das Schülerpraktikum zurück, das sie bei einem Landschaftsarchitekten gemacht hatte. Als sie dann mal aus Neugier die Studienbeschreibung durchlas, war sie sich sicher: Das war ihr Studium! „Da konnte ich mein technisches Interesse und meine kreative Seite verbinden und habe gleichzeitig viel mit Landschaft und Natur zu tun – das fand ich toll.“ Sie bewarb sich an drei Universitäten und entschied sich am Ende für Dresden. Auch, weil ihr die Stadt so gut gefällt. „Als Studentin in Dresden zu leben ist schon ziemlich großartig!“

Die Umwelt gestalten macht Spaß

Ein Porträt-Foto von Hanna T.

Hanna T.

In den ersten Semestern lernen die Studierenden die Hauptrichtungen der Landschaftsarchitektur kennen: Pflanzenkunde, Landschaftsbau, landschaftsarchitektonisches Entwerfen, Gartendenkmalpflege und Landschaftsplanung. „Ich habe erst im Studium gemerkt, wie vielfältig das Fach ist“, sagt die junge Frau. Sie lernt, Pflanzen zu bestimmen und technisches Zeichnen, erfährt etwas über die Geschichte der Gartenkunst und darüber, wie sich die Bedürfnisse von Mensch und Natur vereinbaren lassen. Aber sie hat auch schnell herausgefunden, was ihr Ding ist: „Landschaftsarchitektur – Zeichnen und entwerfen, die Umwelt gestalten – das macht mir richtig Spaß.“

Die 22-Jährige ist derzeit im fünften Semester. Wenige Veranstaltungen schließen mit Prüfungen ab, der Großteil besteht aus Projekt- und Gruppenarbeit. „Das ist anstrengend – macht aber auch sehr viel Spaß. Da wir so ein kleiner, persönlicher Studiengang sind, ist die Arbeitsatmosphäre super“, erzählt sie.

Ausbildung als wertvolle Praxiserfahrung

Hanna T. kennt einige Studierende, die vor dem Studium eine Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau gemacht haben. „Ich muss zugeben, dass ich bei Gruppenarbeiten von deren Wissen profitiere“, sagt sie. Nach dem Abitur habe sie nie über eine Ausbildung nachgedacht, aber heute bereue sie es manchmal. Das sechswöchige Praktikum, das im Bachelorstudium Pflicht ist, reiche als Erfahrung kaum aus.

Doch für die 22-Jährige steht auch fest, dass sie nach dem Bachelor noch ihren Master machen wird. „Vielleicht mit einer Pause von ein, zwei Jahren, in denen ich Berufserfahrung sammle oder ein Praktikum im Ausland mache.“ Aber sie will auf jeden Fall weiterstudieren, mehr lernen. „Erst im Master kann man sich so richtig spezialisieren. Und da kommen die großen Projekte, darauf freue ich mich schon!“

Außerdem seien die beruflichen Perspektiven mit einem Master in der Landschaftsarchitektur vielfältiger. „Gerade wenn man in einem Büro arbeiten will. Oder auch, um in die Architektenkammer aufgenommen zu werden und sich selbstständig zu machen.“ Obwohl sie noch nicht genau weiß, wie ihr Weg nach dem Studium aussehen wird: Die Möglichkeit, mit einem eigenen Büro den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, will sie sich offen halten.

abi» 17.03.2020

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