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Medienmanagement

Die vielfältigen Sphären des Mediensystems

Theoretisches Grundlagenwissen, angewandt in praktischen Projekten: An seinem Studiengang Medienmanagement an der Hochschule Mittweida schätzt Alexander Gerwitz vor allem, dass er sich in vielen Bereichen ausprobieren kann. abi» erzählt der 21-Jährige von seinem Engagement und seinen Zukunftsplänen.

Der/Die Student/in gestaltet die Programmplanung

Im Studiengang Medienmanagement können die Studierenden in die verschiedenen Bereiche des Mediensystems hineinschnuppern.

Von der Gestaltung des Programmplans bis hin zur Verwaltung der digitalen Infrastruktur – das sind einige der Aufgaben, die Alexander Gerwitz als Producer des Medienforums Mittweida 2020 übernimmt. Seit Januar teilt sich der 21-Jährige, der nun im fünften Semester Medienmanagement in der mittelsächsischen Hochschulstadt studiert, den Leitungsposten mit einer Kommilitonin. Ende November soll der Kongress erneut stattfinden, bei dem sich Studierende und Expert*innen der Medienbranche in Vorträgen, Gesprächsrunden und Workshops begegnen.

Konzepte entwickeln und umsetzen

Alexander Gerwitz

Durch dieses Projekt sammelt Alexander Gerwitz zahlreiche praktische Erfahrungen in dem weiten Feld Medienmanagement. Bereits 2019 wirkte er beim Kongress mit und war unter anderem für die Referent*innen- und Unternehmensakquise zuständig. Sein Engagement konnte er sich im Wahlpflichtmodul „Kompetenzcenter Event“ anrechnen lassen, in dem die Studierenden lernen, zielgruppenorientierte Konzepte für Veranstaltungen nicht nur zu analysieren und zu bewerten, sondern auch, sie zu entwickeln und umzusetzen. Ein weiterer positiver Effekt seiner ehrenamtlichen Tätigkeit: Bei der Organisation kam er mit dem MDR in Kontakt und nutzte die Gelegenheit, sich dort erfolgreich für das dreimonatige Pflichtpraktikum im sechsten Semester zu bewerben.

Grundlagen in Journalismus und BWL

Dass man zahlreiche Möglichkeiten habe, auf unterschiedlichen Feldern praktische Erfahrungen zu sammeln, betrachtet der 21-Jährige als großen Pluspunkt des Studiengangs: „Die Gelegenheit, so viele verschiedene Sphären der Medienwelt kennenzulernen, bekomme ich nie wieder.“ So wirkte er ein Semester lang beim Programm von 99drei Radio Mittweida mit, einem ausschließlich von Studierenden produzierten Lokalsender. Weiterhin beschäftigt er sich in seinem gewählten Schwerpunkt „Media Production“ mit Film und Fernsehen, plant, sich noch als Regisseur im modernen TV-Studio der Hochschule auszuprobieren und will in seiner Bachelorarbeit eine App für Schulklassen zum Thema parlamentarische Demokratie entwickeln.

Aber auch Theorie findet Platz auf seinem Stundenplan. In den ersten Semestern wird vor allem Grundlagenwissen in Bereichen wie Medienwissenschaften, Journalismus, Medienproduktionstechniken, Marketing, BWL und Recht gelehrt. „Wir lernen die gesamte Bandbreite des Mediensystems kennen, damit wir Kompetenzen entwickeln, die uns befähigen, auch leitende Positionen zu übernehmen“, erklärt Alexander Gerwitz. Nach dem Bachelor direkt ins Berufsleben zu starten, könne er sich zwar durchaus vorstellen, am liebsten würde er aber in Mittweida den Master „Media and Communication Studies“ anschließen.

Das sagt der Berufsberater

Michel Hümmer

„Wer sich schwerpunktmäßig mit der betriebswirtschaftlichen Seite der Medienwelt beschäftigen will, kann für den Bachelor alternativ ganz klassisch BWL wählen, sich während des Studiums auf medienspezifische Bereiche fokussieren und sein Profil mit Praktika schärfen“, informiert Michel Hümmer, Berufsberater bei der Agentur für Arbeit Fürth. Anschließend könne man sich mit einem entsprechenden Master spezialisieren, beispielsweise im Bereich Marketingkommunikation.

Ein solches Studium befähige Absolvent*innen beispielsweise, im Managementbereich von Unternehmen der Medien- und Kommunikationsbranche zu arbeiten. Aber auch in zahlreichen anderen Wirtschaftszweigen sowie bei unterschiedlichen Unternehmen wie Verbänden, Vereinen oder gemeinnützigen Organisationen seien sie dem Berufsberater zufolge gefragt. Etwa dann, wenn es darum gehe, mediale Projekte wie Websites oder Werbestrategien zielgruppenorientiert zu gestalten.

Neben einem Interesse an wirtschaftlichen Aspekten sowie gestalterischem Geschick sollten Studierende eine Affinität für Technik und Informatik mitbringen. Da das spätere Tätigkeitsfeld sehr vielfältig ist, rät Michael Hümmer dazu, bereits während des Studiums Kontakte zu knüpfen und praktische Erfahrungen zu sammeln.

abi» 19.10.2020

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