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Rechtwissenschaften interdisziplinär

Buch zum Thema Umweltrecht
Bereits mit dem Bachelor kann man sich auf bestimmte Interessensgebiete spezialisieren. Zum Beispiel auf Wirtschaft und Umwelt.
Foto: Julien Fertl

Wirtschafts- und Umweltrecht

Rechtwissenschaften interdisziplinär

Yannik Haab (23) zieht es in die Wirtschaft. Nicht etwa als Manager, sondern als Rechtsexperte. Auf diese Tätigkeit bereitet ihn der Studiengang „Wirtschafts- und Umweltrecht“ vor, den er am Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier studiert.

Nach dem Abi hatte Jannik Haab fünf Semester Jura an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg studiert. Im Laufe der Zeit stellte er fest, dass er nicht der klassische Anwalt in einer Kanzlei werden will, sondern seine Zukunft eher in der Wirtschaft sieht – also zum Beispiel in der Rechtsabteilung eines Unternehmens. Logische Konsequenz: Aus dem Jura-Studium wurde ein Bachelorstudium in „Wirtschafts- und Umweltrecht“, und aus dem Studienort Erlangen wurde die Stadt Hoppstädten-Weiersbach in Rheinland-Pfalz. Dort, am Umwelt-Campus Birkenfeld, hat Yannik Haab das Gefühl, angekommen zu sein. Verwunderlich ist das nicht, denn ursprünglich hatte der 23-Jährige ein BWL-Studium anvisiert, fand aber keinen Studienplatz, und entschied sich deshalb für Jura. „Jetzt kann ich beide Interessen perfekt vereinen.“

Zwei Schwerpunkte

Ein Porträt-Foto von Yannik Haab

Yannik Haab

Foto: privat

Der Bachelorstudiengang Wirtschafts- und Umweltrecht ist fächerübergreifend: Neben vertieften Kenntnissen des Rechts werden betriebswirtschaftliche Inhalte und Fremdsprachenkenntnisse vermittelt. Außerdem wird der Fokus auf zwei Schwerpunkte gelegt. „Privates Wirtschaftsrecht“ umfassst das Bürgerliche Recht, das Handels- und Gesellschaftsrecht, das Wettbewerbs- und Kartellrecht, das Arbeitsrecht, aber auch das Europarecht. „Es geht also um Vorschriften, welche die Rechtsbeziehung von am Wirtschaftsleben beteiligten Privatpersonen regeln. Im Schwerpunkt ‚Umweltrecht‘ geht es hingegen um das Gebiet des Öffentlichen Rechts, genauer gesagt um Vorschriften, die dem Umweltschutz oder Funktionsfähigkeit von Ökosystemen dienen“, erklärt der Student.

Praxissemester ist Pflicht

Grundsätzlich ist der nicht zulassungsbeschränkte Studiengang „Wirtschaft- und Umweltrecht“ auf sieben Semester Regelstudienzeit angelegt, wobei das fünfte als Praxis- oder Auslandssemester vorgesehen ist. „Ab Oktober mache ich mein Praxissemester hier bei der Bauaufsichtsbehörde, ein Kommilitone von mir verbringt es in Südkorea. Da hat man freie Wahl“, berichtet der 23-Jährige. Im sechsten und siebten Semester müsse man sich dann für einen Schwerpunkt entscheiden: entweder Wirtschafts- oder Umweltrecht.

Wichtig sei es, meint Yannik Haab, sich für die Materie zu begeistern, sonst sei ein rechtswissenschaftliches Studium nicht empfehlenswert. Er bereut seine Entscheidung bis dato auf keinen Fall. „Ich mag die Atmosphäre hier auf dem Campus sehr. Es besteht ein sehr persönlicher Kontakt zu den Professoren. Sie sind immer einem Austausch gegenüber offen – auch außerhalb der Lehrveranstaltungen.“ Wenn er mit dem Bachelor in der Tasche den Professoren „Tschüss“ gesagt hat, will er erst einmal Berufserfahrung sammeln. „Durch meinen kleinen Umweg ging mir Zeit verloren. Der Master wird aber definitiv noch gemacht.“

abi>> 15.10.2019