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FAQ

Erasmus+ in Coronazeiten – Fragen über Fragen

Das Coronavirus hat die Auslandspläne vieler Studierender durchkreuzt. abi>> beantwortet zusammen mit Dr. Frauke Stebner vom Mobilitätsreferat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) die drängendsten Fragen.

Das Foto zeigt eine Weltkarte. Darauf liegen zwei Flugtickets.

Auslandsaufenthalt derzeit nicht möglich? Sollten Studierende nicht ins Zielland reisen können oder wollen, ist es in vielen Fällen möglich, das Auslandssemester zu verschieben oder auf eine virtuelle Erfahrung umzusatteln.

Das ist in vielen Fällen möglich. Hochschulen können Studierende, die das Auswahlverfahren bereits durchlaufen haben, auf der Liste belassen, sodass sie zu einem späteren Zeitpunkt erneut berücksichtigt werden. Dabei ist es egal, ob die Reise aufgrund von Einreisebeschränkungen gar nicht möglich, oder dem*der Studierenden die Situation zu unsicher ist. Es kann jedoch je nach Hochschule variieren, ob die Auswahl aufrechterhalten wird und wie lange sich der Auslandsaufenthalt verschieben lässt.

Frauke Stebner

Es empfiehlt sich, gemeinsam mit der Heimathochschule alle Möglichkeiten durchzuspielen. Vielleicht ist ein virtuelles Studium von Deutschland aus eine Option. Auch so lernt man einen anderen Blick auf das eigene Studienfach kennen. Ebenso kann es sich lohnen, in das Gastland zu reisen, auch wenn dort das Studium erstmal nur virtuell erfolgt. Und statt eines Studiums ist vielleicht auch ein Praktikum zu einem späteren Zeitpunkt eine gute Möglichkeit, Auslandserfahrung zu sammeln. Der Abschluss eines Praktikums ist derzeit sogar innerhalb von 18 Monaten nach Beendigung des Studiums möglich.

Die Europäische Kommission ermöglicht die Erstattung von bereits angefallenen Reisekosten. Voraussetzung dafür ist, dass bereits ein Grant Agreement, also der Vertrag zwischen Hochschule und Studierenden, vorliegt. Rechnungen und Belege sollte man aufbewahren, um nachweisen zu können, dass die Kosten nicht bereits von anderer Stelle zurückgezahlt wurden.

Diese Frage muss jede*r für sich in Rücksprache mit der Heimathochschule beantworten. Es gibt Hochschulen, die Reisen in offizielle Risikoländer derzeit nicht fördern. Grundsätzlich ist es ratsam, die Situation im Gastland genau zu beobachten. Eventuell ist es möglich, zunächst das Studium virtuell aufzunehmen und zu einem späteren Zeitpunkt auszureisen.

Das kommt darauf an, wo sich der*die Studierende befindet. Wer von Deutschland aus Online-Kurse besucht, hat normalerweise keine Mehrkosten – deshalb gibt es in diesem Fall keine finanzielle Förderung. Allerdings läuft auch ein virtuelles Studium unter dem Dach von Erasmus+, andere Förderungen – wie kostenlose Sprachkurse – gibt es daher ebenfalls. Sobald eine Ausreise möglich ist und die Studierenden in ihrem Gastland angekommen sind, erhalten sie den regulären Zuschuss. Das gilt auch dann, wenn die Universität vor Ort nur ein virtuelles Studium anbietet oder zu einem späteren Zeitpunkt darauf umstellt, die Studierenden jedoch im Gastland bleiben.

In diesem Fall gibt es verschiedene Optionen – die sehr vom Einzelfall abhängen. Teilnehmende erhalten mindestens für den absolvierten Studien- oder Praktikumsaufenthalt eine reguläre Förderung. Darüber hinaus können sich Teilnehmende bei ihrer Heimathochschule über Möglichkeiten informieren, weitere Kosten abzurechnen oder aber die Mobilität virtuell zu beenden. Auch ist es durchaus möglich, den Aufenthalt zu unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen. Studierende werden mit Erasmus+ bis zu zwölf Monate pro Studienzyklus gefördert.

Stand: 26.01.2021

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